Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Selbstbau 235*69: Info für Burney
Habe über das WE mit dem Bauen meines neuen 235*69 begonnen. Über das Vorgeplänkel (Schablonen anfertigen, Styro mit Heissdraht schneiden usw.) habe ich schon mal geschrieben, erspare mir dies deshalb. Hier nun der erste Bauschritt:
Herex auf die Boardunterseite vakuumieren.
1. Outline mit der Schablone auf Styro zeichnen und in 1cm Abstand mit der Stichsäge (langes Blatt) der Outline entlang aussägen.
2. Outline auf Herex übertragen, mit Teppichmesser ausschneiden.Da ich stets Boards mit V und/oder Doppelkonkav baue, schneide ich 2 Boardhälften aus. (siehe Pic beim Shapen)
3. Glas oder anderes Gewebe in der erforderlichen Grösse ausschneiden. Am Rand der Gleitfläche setze ich immer einen Streifen Glas hin, lässt sich beim Shapen der Tucked under edge viel einfacher bearbeiten als Carbon oder vor allem Kevlar oder Dyneema. Falls du ein Hardcorewaveboard machst, kannst du auch Verstärkungen in den Stresszonen anbringen (mehrere Lagen oder sogar ein Doppelsandwich). Für ein Doppelsandwich müsstest du allerdings vorher mit der Oberfräse eine passgenaue Vertiefung herausfräsen.
4. V shapen. Da du ein Board abkupferst, weisst du wie viel V du an welcher Stelle machen musst. Arbeite mit grossen Schleifklötzen, 15er-Styro ist sehr fragil und du darfst nie nur auf kleinem Raum arbeiten. (Shapen ist Laufarbeit!). Verifiziere mit dem Licht, dass alles plan und harmonisch ist.
Blank vom Schleifstaub gut abwischen.
5. Gewebe laminieren. Ich laminiere das Gewebe nie direkt auf dem Blank. Ich belege eine grosse Holzplatte mit Plastikfolie und laminiere das Gewebe da drauf. Mit dem Squeegee überschüssiges Harz herausziehen. Nasse gewebe auf den Blank legen.
6. Herex mit angedicktem Harz einspachteln. Nicht allzu stark andicken.
7. Herex auf das Gewebe legen, Board in den Vakuumsack stecken und Luft absaugen. Unterdruck sollte nicht grösser als - 0,3 bar sein. Ich lege das Board auf eine Schablone und verkeile es mit Holzlatten an der Decke. So wird das Board beim Aushärten satt auf die Schablone gedrückt und behält so zu 100% die gewünschte Scooprockerkurve. (siehe untenstehende Pics) Ohne Schablone ist die Gefahr eines Verzuges sehr gross!
8. Während des ganzen Gelierevorganges immer wieder den Unterdruck prüfen. Temp. sollte ca. 20°C betragen, sonst geht es (je nach Harztyp) sehr lange und die Qualität ist auch nicht top.
Gruss
Robi
Nächste Folge übermorgen (Shapen des Boards):tongue: :D
Totti-Amun
19.03.2007, 18:59
Hallo Robi,
super interessant, herzlichen Dank für die ausführliche Beschreibung und die Pics, mehr davon... :)
Finde ich ganz toll von Dir... :) :)
Wieviel Liter planst Du? 120?
Grüße und vor Allem viel Erfolg und viel Spaß und Wind mit dem Board, ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf weitere Infos...
Totti
Hi Robi!
Super das du an mich gedacht hast! Werde nach Ostern erstmal ein Vakuumversuch an einem delaminierten tabou versuchen. Werde auch dazu was schreiben!
Ideale Idee mit der Schablonen unterm Board! Werde den Guerilla 84l von 2007 nachbauen, ein Freund aus Nl hat den und werde mir an Ostern die nötigen Infos holen ;)
Eine Sache noch, Schneidest du das Styro erst grob vor, und dann in den Vakuumsack, oder schon direkt ganz genau ausschneiden? Sieht eher grob aus?!
Super herzlichen dank! Hilft mir alles sehr viel weiter :):)!!!
Mahlo
Björn!
@Totti: Board wird so um die 115 - 120 l haben. Ist gedacht für mein 7.6er TR 1 und die Deboichet SL 1 38cm. Und falls Kevin in Fuerte wieder ein Rigg zum Verkaufen hat, rüste ich auf TR 3 auf.:D (Testers choice im PlancheMag:) )
@ Burney: Vor dem Vakuumieren schneide ich die Outline nur sehr grob aus. Die genaue Form erarbeitest du erst nach dem Aushärten. Da hast du ja dann die exakten Linien auf dem Herex.
PS: Hab noch eine Kleinigkeit vergessen: Fixiere das Herex mit einem Klebeband, bevor du den Blank in den Sack stülpst. Verrutscht sonst.;)
Gruss
Robi
Hi!
Ich werds in absehbarer Zeit angehen! Guck schon immer bei ebay, ob ich mir billig 20qm Glas auf Vorrat schießen kann!
Bin gespannt auf die nächsten Bilder ;) Ich persönlich habe nur Schiss vor dem Finneneinbau, da ich Angst habe die schief einzubauen.
Danke!
Aloha
Björn!
Totti-Amun
20.03.2007, 06:56
@Totti: Board wird so um die 115 - 120 l haben. Ist gedacht für mein 7.6er TR 1 und die Deboichet SL 1 38cm. Und falls Kevin in Fuerte wieder ein Rigg zum Verkaufen hat, rüste ich auf TR 3 auf.:D (Testers choice im PlancheMag:) )
Jetzt baut er schon das passende Board zur vorhandenen Finne... :tongue: :D :D
Ohne Zweifel, eine sehr gute Segelwahl...
Totti-Amun
20.03.2007, 06:57
Ich persönlich habe nur Schiss vor dem Finneneinbau, da ich Angst habe die schief einzubauen.
Was soll passieren mit eingesetzter Finne? Dann hast Du genug Fläche zum Anlegen eines Winkels... ;) :)
Jetzt baut er schon das passende Board zur vorhandenen Finne... :tongue: :D :D
Habe die Finne von meiner lieben Familie zu meinem Geburtstag geschenkt bekommen. (Hat mein Junior gemischt):) So etwas sündhaft Teures hätte ich mir vermutlich nicht geleistet. :tongue: Damit ich das edle Stück fahren konnte, hab ich es in mein Freerideboard (255*70) geschraubt. Ist zwar ein sehr gutmütiges Board, Priorität liegt eher bei sehr guten Manövereigenschaften und Kontrolle im Kabbelwasser aber eben kein reinrassiges Slalomboard. Was ich nun ändere...:D
Gruss
Robi
2. Bauetappe
Shapen der Boardoberseite und die dafür notwendigen Vorarbeiten
1. Mit der Stichsäge die Outline aussägen. Nacharbeiten mit grossem Schleifklotz und grober Körnung (40er). Board dabei auf die Seite stellen, zur Kontrolle mit Boardunterseite nach oben auf den Shapebock legen. Mit Schablone überprüfen und drauf achten, dass der Winkel zwischen Gleitfläche und Outline-Schnittfläche rechtwinklig ist. (Pic 1, du siehst im übrigen die Doppelkonkaven und wie die Herexplatten zusammengesetzt sind. Da die Platte nur 205cm lang ist, musste ich vorne ansetzen. Hat auf die Stabilität keinen Einfluss)
2. Mittels Outlineschablone auf der Deckseite Boardmitte und bei 50/100/150/200cm (vom Heck gemessen) Senkrechte dazu aufzeichnen. Diese dienen mir beim Shapen als Referenzlinien. Bei jeder Senkrechten messe ich die Boarddicke (inkl. Herex) und übertrage sie auf das Deck (Parallele zur Senkrechten im Abstand der Boarddicke.) Dort, wo das Deck plan werden soll, zeichne ich es an. Nehme dazu die Outlineschablone, welche ich entsprechend auflege. Nun skizziere ich von hand (ein bisschen Augenmass und Vorstellungsvermögen) den Railverlauf im Querschnitt auf, d.h. eigentlich ein Querschnitt an diesen vier Stellen der entsprechenden Boardhälfte. (siehe Pic 2 und 3). (Als Erstshaper würde ich mir eine Zeichnung auf ein Papier machen (M.: 1:1). Wenn du auf ganz sicher gehen willst, fertigst du dir eine Negativ-Schablone aus Karton der vier Querschnitte an, so hast du ein gutes Prüfinstrument) An der Seitenwand zeichne ich nun die Stelle der grössten Boardbreite ein, was aus der Zeichnung ersichtlich ist. Ich messe dies immer von der Boardunterseite her. Diese Markierung müsstest du auch noch nach dem ganzen Shapevorgang sehen! Aus dem Querschnitt ergibt sich auch die erste Shapephase.
Shapen: Styro shape ich selten mit dem Elektrohobel. Ich verwende meistens eine Surformraspel und vor allem 40er Schleifpapier auf verschiedenen Klötzen. Um ein brauchbares Resultat zu bekommen, sind folgende Punkte von Bedeutung:
- mach immer auf beiden Seiten das gleiche
- gut ausleuchten mit seitlichem Licht
- lieber einmal zuviel kontrollieren, (mit den Augen und den Händen)
- shapen ist Laufarbeit (über der gesamten Länge arbeiten)
- Staubmaske tragen
Wenn du die erste Phase fertig hast (Pic 1) zeichnest du die nächsten an. Ihre Position ergibt sich auch aus deinen Querschnitten. Nun hast du die obere Railrundung in Form von 4 Kanten. (auf dem Pic 2 ist nur die 2. obere Phase zu sehen). Diese vier Kanten brichst du (unbedingt in der Längsrichtung arbeiten) mitsorgfältigen Schleifzügen über die ganze Boardlänge hinweg. Wenn du nun einen ganzen Schleifbogen den Rails entlang ziehst, verschwinden die Längslinien vollends und du hast die obere Railrundung grob fertig. (Pic 3) Den Finish mit 100er Papier mache ich erst später.
Gruss
Robi
Vorschau :tongue: : nächste Etappe: TUE u.a.
Hi!
Hui! Das sieht aber geil aus :) Wie tief ziehst du die Rail im U-Shiff bei solchen Slaloms?
Ich habe die Idee mir weitere Schablonen zu machen, diese dann oben auflegen und mit Nägeln Fixieren. Dann mit einem kleineren Heißschneidedraht die Phasen entlang der Schablonen abgehen! Hinterher genauso schleifen wie du es machst.Meinste das klappt?
Danke für die ganzen Infos! Echt sehr geil! Bilder machen es echt übersichtlicher! Besten dank!
Aloha
Björn!
3. Bauetappe
Shape der TUE (tucked under edge) und Verstärkungen
Wende das Board und zeichne die Begrenzung zwischen TUE und Gleitfläche an. Wie weit du die TUE?s nach innen ziehst, siehst du aus deinen Querschnittzeichnungen. (siehe Pic 1). In einem Winkel von 45 - ca. 60° zur Gleitfläche bis zur Linie shapen. Boxrails würde ich steiler, Waverails mit kleinerem Winkel machen. Du kannst auch vorne weichere TUE?s und hinten härtere kombinieren. Siehst du, wenn du den Unterschied von Pic 2 (Railverlauf bei ca. 200cm) und Pic 3 (Rails gegen das Heck aufgenommen) beachtest. Nun kannst du die Kanten verrunden und der Shape des gesamten Decks ist (leider schon) fertig.
So sieht das Board von oben (Pic1, die Schlaufenpositionen und die Lage der Mastbox ist aufgezeichnet.) und unten (Pic 2) aus. Es macht keinen Sinn, bereits jetzt etwas an der Gleitfläche zu schleifen.
Im Moment ist bei uns tiefster Winter und er soll morgen noch tiefer werden:confused:
Da habe ich keinen Bock, mir bei Minusgraden den A**** im Shaperaum abzufrieren. Montags soll die Temp. wieder im zweistelligen Bereich (über Null:tongue: ) liegen. Dann wird's weitergehen.
Gruss
Robi
Hi Robi!
Sieht echt stark aus! Ich bekomme immer und immer mehr lust endlich anzufangen! Welche Verstarkungen bzw. welches Gewebe hast du unter das Unterwasserschiffsandwich laminiert?
Ich werde 5mm Aires und Herex nehmen und einen Mittelstringer aus Holz-Carbon(oder nur Carbon?) einbauen. Meinen genauen Aufbau werde ich aber nochmal in einem anderen Thread aufstellen.
Machst du beim TUE nur eine Phase und dann direkt verrunden? Oder auch mehrere die du dann verschleifst?
Wie bekommst du die genaue Position der Schlaufen und der Finbox hin? Intuition, oder steckt mehr dahinter ;)=?
Gibt es irgendeine Methode das Volumen eines Boards zu errechnen? Oder nur die eine, bei der man das Board in ein mit Wasser gefülltes Becken taucht und dann das herrausschwappende Wasser auffängt und wiegt?
Super geile Hilfe. Danke!
Aloha
Björn!
Hi Robi!
Sieht echt stark aus! Ich bekomme immer und immer mehr lust endlich anzufangen! Welche Verstarkungen bzw. welches Gewebe hast du unter das Unterwasserschiffsandwich laminiert?
Ich werde 5mm Aires und Herex nehmen und einen Mittelstringer aus Holz-Carbon(oder nur Carbon?) einbauen. Meinen genauen Aufbau werde ich aber nochmal in einem anderen Thread aufstellen.
Machst du beim TUE nur eine Phase und dann direkt verrunden? Oder auch mehrere die du dann verschleifst?
Wie bekommst du die genaue Position der Schlaufen und der Finbox hin? Intuition, oder steckt mehr dahinter ;)=?
Gibt es irgendeine Methode das Volumen eines Boards zu errechnen? Oder nur die eine, bei der man das Board in ein mit Wasser gefülltes Becken taucht und dann das herrausschwappende Wasser auffängt und wiegt?
Super geile Hilfe. Danke!
Aloha
Björn!
Hola Björn
Ein Slalomboard sollte möglichst leicht werden, zudem ist es mit knapp 12cm Dicke schon von diesem Wert her recht bruchsicher. Mit dem Floss werde ich auch keine Riesenhüpfer machen.:tongue: So gesehen brauche ich keine Verstärkungen in der Gleitfläche. Gewebe ist von der Mitte bis zu ca. 5 - 10cm vor den Rails Carbon 140g und gegen die Rails 110g Glas
Habe zum Vakuumieren der Gleitfläche insgesamt ca. 250g Harz gebraucht. (inkl. Einspachteln des Herex)
Für die Gleitfläche ist 5mm gut, für das Deck nehme ich jeweils 3mm und verstärke mit Doppelsandwich. 3mm lassen sich wesentlich einfacher um die Rails biegen.
TUE mache ich nur eine plane Fläche und dann verrunden.
Position der Inserts hängt von der Heckbreite ab. Bei meinem Slalomboard (1fo: 46cm) sind es (immer vom Heck gemessen):
20cm zum hinteren Dübel der hinteren Schlaufe (Dübelabstand einer Schlaufe 17cm), zum hinteren Dübel der vorderen Schlaufe 78cm, seitlich hintere Schlaufen 11 cm von der Mitte und vordere 13cm. Mastbox: hinterste mögliche Position: 124cm. Dies sind meine pers. Erfahrungswerte. Fühle mich mit diesen Abständen wohl auf dem Board (182 x 75kg) mein Körper hat sich vermutlich im Laufe der Jahre an diese Positionen und Abstände hinmutiert.:D
Volumen kann ich nur schätzen, interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht besonders. Muss auf dem Board nur Segel aufholen können, wenn windmässig Hose ist.
Gruss
Robi
Hallo!
Also ist der Einbau der Plugs und der Mastbox Intuition;)? Sprich so wie mans gerne hat? Dann werde ich den Abstand so wählen, wie bei meinem Freestyler, nur die forderen ein wenig mehr zur Mitte geneigt.
Zeichne gerade eine Skizze, wenn ich die fertig habe werde ich sie mal online stellen. Könntest du mir dann mal einen Aufbau vorschlagen? Werde aber einen neuen Thread eröffnen.
Besten Danke!
Aloha
Björn!
Verstärkungen:
Doppelsandwich unter den Hacken.
Damit du in deinem Board keine Dellen mit den Hacken hinein trittst, musst du diese Stellen speziell verstärken. Ich mache hier immer ein kleines, örtliches Doppelsandwich.
Vorgehen:
Aus Airexresten die gewünschte Padgrösse ausschneiden, auf dem Styro aufzeichnen, Oberfräse auf Airexdicke einstellen und die entsprechende Vertiefung herausfräsen und -schleifen. (Bei Waveboards mache ich über das gesamte Deck seitlich bis zur breitesten Stelle an den Rails von den hinteren Schlaufen bis vor die Mastbox durchgehend Doppelsandwich, siehe Pics in deinem Thread)
Verstärkung Mastbox. Ich schneide einen Quader 25cm x 6cm x 6cm aus einem Styrodurblock aus (Wasser undurchlässiger, geschlossenporiger Schaum). Lege den Quader auf die Mastboxposition und zeichne die Umrisse an. Nun schneide ich mit dem Teppichmesser der Linie entlang 6cm nach unten und heble mit einem breiten Stechbeitel den Schaum heraus. Wenn der Styrodurblock hineinpasst, schäume ich ihn mit 2K-PUSchaum hinein. Nach dem Aushärten verschleifen.
Finnbox: ich baue die Tuttlebox selber und passe sie nach dem Vakuumieren des Decks ein. (Ich würde dir empfehlen deine US-Finbox in einen HartPVC-Block (20cm x 6cm x 10cm) einzulaminieren und den gesamten Block einzubauen, wie ich meine Tuttlebox einbaue. Wenn du eine Chinookbox hast, reicht der angegossene Zylinder bis ins Deck, gibt dir eine bombige Verbindung zum Deck. Du musst keine Bedenken haben, dass du die Box nicht zur Fahrtrichtung hin ausrichten kannst, erkläre das Vorgehen später.)
Nun verschleife ich den gesamten Styro mit 100er Schleifpapier. Dies hilft zu vermeiden, dass später zu viel angedicktes Harz in den offenen Poren bleibt.
Gruss
Robi
Werde das Deck vermutlich am Mittwochabend vakuumieren.
Aussentemp sollte dann auf 15° klettern:)
Hallo!
Wiedermal danke für die Info ;) Also dient das Styrodur auch nur als Verstärkung der Mastbox?
Okay, nun noch die Frage, wie funktioniert das mit dem Vakuum? Also, wenn man das Gewebe auf das Herex/Airex legt, muss man dann erst: Abreisgewebe, Absaugvlies und dann noch Lochfolie? Oder wie machst du das immer?
Bin schon gespannt auf Mittwoch Abend ;)
Danke!
Aloha
Björn!
Hallo!
Wiedermal danke für die Info ;) Also dient das Styrodur auch nur als Verstärkung der Mastbox?
Okay, nun noch die Frage, wie funktioniert das mit dem Vakuum? Also, wenn man das Gewebe auf das Herex/Airex legt, muss man dann erst: Abreisgewebe, Absaugvlies und dann noch Lochfolie? Oder wie machst du das immer?
Bin schon gespannt auf Mittwoch Abend ;)
Danke!
Aloha
Björn!
Styrodur hat eine Dichte von 28 - 35 kg/m3, ist von da her doppelt so druckfest wie der 15er Styro und vor allem absolut wasserundurchlässig. Sollte mal ein Malheur mit der Mastbox passieren (undicht) würde sich so der Styro nicht mit Wasser vollsaugen. Andere Shaper bauen dort einen HartPVC Block ein. Bis jetzt hat diese Art Verstärkung immer gereicht.
Du sprichst von der äusseren Gewebelage im Sandwichaufbau. Wird noch ein bisschen dauern, bis ich soweit bin. Ich laminiere mit möglichst wenig Harz, deshalb komme ich ohne Aufsaugflies und Lochfolie aus. Auf das nasse Gewebe lege ich Abreissgewebe, fixiere mit Tape und ab in den Vakuumsack. Überschüssiges Harz bleibt im Abreissgewebe. Musst darauf achten, dass der Vakuumsack keine Falten zieht. Ist mit dünnerer Plastikfolie einfacher hinzukriegen.
Gruss
Robi
Hallo Robi!
Danke!
Noch 2 Fragen: Wocher bekommst du die Footpads?
2. Schliest du die Heißschneidevorrichtung an ne Autobatterie? Oder wodran?
Danke!
Aloha
Björn!
Hallo Burney
Pads: Ist eine leidige Angelegenheit. Früher gabs die tollen Gorillas, welche leider schon lange nur noch für die Wellenreiter produzieren. Bin dann umgestiegen auf JP -Pads. Orderte ich vom Surfshop Laupheim. waren als ganze Deckpads zusammengeklebt, mussten deshalb zuerst getrennt werden und waren sauteuer. (50 ? /Pad) Bin dank Günter Lorch auf die Tekknosport-Pads gestossen. Sind schwarz mit feinem grauen Randstreifen. Wären zwar selbstklebend, hält aber nicht besonders gut. Musst du von an Anfang an mit Sekundenkleber nachkleben an den Rändern. Problem ist auch die Hitze. Lässt du ein Board (mit trockenen schwarzen Pads) stundenlang an der Sonne, beginnt sich der Leim aufzulösen. Toll!
Heissdraht: Habe einen Trafo. Ich brauche jeweils ca. 20V.
Nun zu der 4. Bauetappe
Vakuumieren des Decks
Der mit Abstand heikelste Bauschritt. Ist für dich als Erstdeckvakuumierer von Vorteil, wenn du einen Hilfs-Bimbo organisieren kannst.
Vorarbeiten:
Neuen Vakuumsack machen. Muss unbedingt dicht sein! Stabile Dicke von Vorteil aber nicht Bedingung.
Gewebe schneiden, Patches Doppelsandwich nicht vergessen. Evtl. noch andere Verstärkungen anbringen (Bug und oberer vorderer Railbereich für Schleudersturzkapitäne)
Airex auf Deck legen und mit Teppichmesser so gross ausschneiden, dass es sicher bis in die Gleitfläche reicht. Eine Hilfe ist es, das Airex um die TUE-Kante zu knicken, auf diese Weise siehst du an den Knickspuren, wo du in etwa durchschneiden musst. (Besser zu gross lassen als zu viel abschneiden!)
Wie du siehst, habe ich bei meinem Slalomboard auch im Deckbereich Herex genommen und verwende nur an den Rails Airex. (Herex bricht bei starker Krümmung). Die beiden Materialien laminiere ich mit einem schmalen Glasstreifchen vorher zusammen. Würde ich dir für das Erstlingswerk nicht empfehlen.
Boardunterseite den TUE?s entlang mit zwei nebeneinander liegenden breiten Abdeckband- streifen abkleben. (Erleichtert dir später das Schneiden des überstehenden Airex in der Gleitfläche.)
Nun geht?s los:
Gewebe und Airex wie beim Vakuumieren der Gleitfläche laminieren/spachteln. Airex-Doppelsandwichpatches beidseitig spachteln.
Auch Styro im Standbereich mit angedicktem Harz einspachteln. (soll verhindern, dass das Board bei auftretenden Dellen delaminiert.)
Gewebe unter die Doppelsandwichaussparungen legen mit Spachtel andrücken. Airexpatches einlegen, mit einem kleinen Nagel fixieren.
Restliches Gewebe auflegen und mit Spachtel andrücken.
An den Rails (von der breitesten Stelle zu der Gleitfläche hin) stark angedickte Harz-Microballoon-Masse einspachteln (darf nicht fliessen!) Rund um das gesamte Board. Soll für eine gute Verklebung in dieser heikelsten Zone sorgen.
Airex auflegen und ausrichten.
In der Mitte beschweren, so dass es nicht mehr verrutschen kann.
Von der Boardmitte her beginnend mit Betontape (reissfeste Qualität) Deck auf den Blank kleben. Auf starken Zug achten, Airex sollte schon recht gut anliegen gut um die Rails ziehen. Eine Arbeit, die zu zweit leichter geht. Airex-Falten in der Gleitfläche einschneiden. Betontapestreifen bis zum Heck weiter anbringen im Abstand von ca. 20 ? 30cm. Schrittweise den Beschwerungssack (habe einen Plastiksack mit Sand gefüllt) weiterrücken. Zuerst tape auf dem Deck auflegen und dann an dieser Stelle den Beschwerungssack draufstellen. Tape stramm beidseitig um die Rails ziehen, in der Gleitfläche übereinanderkleben und gut anpressen. (Tape haftet zu wenig gut auf dem Herex, deshalb musst du so lange Stücke schneiden, dass Tape auf Tape klebt). Im Heck Airex sternförmig so einschneiden, dass du es überall auf den Blank kriegst. Kleine Lufteinschlüsse verschwinden beim Vakuumieren.
Dann gleiches Procedere bis zum Bug. Falls du einen runden Bug (Typ Guerilla) machst, musst du wenig einschneiden. Schneide aber lieber zuviel als zu wenig ein. Schnittlücken kannst du später problemlos mit angedicktem Harz spachteln. Hat auf das Gewicht fast keine und auf die Festigkeit überhaupt keine Auswirkung. Ist aber immer noch besser, als keine Verbindung zwischen Styro und Airex.
Damit sich das Vakuum gleichmässig über das gesamte Board ausbreiten kann, lehe ich auf der Boardoberseite einen hauchdünnen, boardlangen ca 10cm breite Styrostreifen auf und befestige ihn mit Abdeckband. (Du kannst auch ein Stück Stoff/Gewebe der gleichen Grösse nehmen)
Board in den Sack und ab ins Vakuum. Wie gehabt.
Lege das Board auf das Deck und ziehe (bei dünner Sackfolie sehr vorsichtig. Achtung, Fingernägel können die Folie aufreissen!) den Sack straff um die Rails. Nur so wird der Anpressdruck an dieser Stelle gross genug.
Auf die Schablone legen, an der Decke verkeilen. Unterdruck wie beim ersten Vakuumieren.
Gruss
Robi
Fotos:
1: Carbongewebe liegt unter dem Doppelsandwich, Airexpatches montiert. (Carbon 140g)
2. Nahaufnahme Patch, fixiert mit kleinem Drahtstift.
3. Alles Gewebe drauf. (Carbon 80 unidirektional) Verstärkungen Carbon 140er bei Mastbox und an den Rails (zur Versteifung des Boards)
Foto 1: Sandwichplatte liegt auf dem Blank. Erstes Band Betonband liegt an. Ich lege immer das gewicht auf das band vor dem Anpressen und dem Ankleben. Gut andrücken!
Foto 2: Fertig eingepacktes Board vom Bug aus gesehen
Foto 3: das gleiche vom Heck her
Foto 1: Du musst selbstverständlich mit beiden Händen am Plastiksack ziehen. :tongue:
Foto 2: So sollte das Deckssandwich auf der Gleitfläche aufliegen.
Foto 3: Wie gehabt: Board auf Schablone drücken. Ist bei diesem Arbeitsgang enorm wichtig. Du kannst hinterher nix mehr verändern.
Gruss
Robi
Nabend Robi!
Boaaaaaaaah :) Super geile Infos! Klasse Bilder :)
Soweit hab ich alles gerafft! Nur, habe ich bei einer Beschreibung im Netz gesehen, hat jemand einen Heißluftföhn zum anschmiegen des Herex/Airex an das Blank genommen, würdest du davon abraten?
Sonst alles klar :)!
Danke schön! Weiter so!
Aloha
Björn!
Würde das Airex nur vorwärmen, wenn du deutlich weniger als 20° im Shaperaum hast. Wenn es ganz kalt ist, kann es brechen. Aber bei tiefen Temp. ist ohnehin nix mit Laminieren. Werde morgen Abend das Board auspacken und kann dir eine Nahaufnahme des Bugbereiches machen. Dort liegt die engste Krümmung. Habe noch nie vorgewärmt (aufpassen mit Heissluftfön, Styro schmilzt bei 100° :cry:
Gruss
Robi
Hier die versprochene Foto vom eben ausgepackten Board-Bug. Die Krümmung der Rails hat zuvorderst einen Radius von ca. 2 cm. Wie du siehst, ist nichts gebrochen oder gerissen.
Habe heute keine Zeit gehabt, länger im Shaperaum zu bleiben. Auch übers WE sieht es (vorläufig) eher nach anderen Aktivitäten aus. Schaun'mer mal...
Robi
Hi!
Danke! Echt, ich kann es nur wiederholen :) Klasse Infos :) Hilft mir echt viel! Ich werde Samstag morgen für 1-2 Wochen nach Renesse/Nl fahen! Leider kann ich dir dann nicht antworten, da ich dort noch kein Internetcafe gefunden habe. Aber ich freue mich schon, wenn ich zurück komme!
Aloha
Björn!
Aloha,
ich wollt Euch beiden einfach einmal ein großes Kompliment aussprechen.
Es ist unheimlich interessant hier mitzulesen obwohl ich wohl kaum jemals selbst ein Brett bauen werde.
Einfach ein toller Thread.
Viele Grüße
Michael
5. Bauetappe
Einbau der Inserts
Das Airex, welches auf der Gleitfläche liegt, muss zuerst weggeschnitten werden. Ich griefe unter das Abdeckband und drücke das Abdeckband mit dem darüberliegenden Airex soweit von der Gleitfläche weg, dass ich mit der ausgefahrenen Klinge des Teppichmessers alles bis aufs Niveau der Gleitfläche wegschneiden kann. Es kann sein, dass an einigen Stellen die Verklebung nicht ganz bis zur Kante Rails/Gleitfläche optimal ist. An diesen Stellen giesse ich ein bisschen Harz hinein und presse das nicht klebende Airex durch strammen Tapezug an den Blank. (Ich habe in meinem Epoxiharzsystem einen schnellen Härter, welcher in 15 Minuten geliert.)
Zum Gewicht: nach dem Shapen des Decks wog das Board 2780 g, nun ist es 3960g.
Finnenkasten bauen:
Mit der Oberfräse aus zwei 3cm dicken PVC-Hartschaumstücken (3cm x 20cm x 12 cm) die Form der Tuttlebasis ausfräsen. Tuttle-Negativform mit Trennwachs einstreichen.Zuerst laminiere ich zwei Lagen Glas, dann ca. 10 ? 15 Lagen Carbongewebestücke (Resten, die sonst nicht mehr verwendbar sind) über die Form. Ein grösseres Carbonstück zwischen die Schaumhälften legen, beide Hälften über die laminierte Form legen, mit Schraubzwingen kräftig verpressen, aushärten lassen.
Nach dem Aushärten Negativform herausschlagen, überstehende Carbonfasern wegsägen.
Man kann auch fertige Carbon- oder Carbonat-Boxen kaufen (SSB). Meine selbstgestrickte Tuttlebox wiegt (wie auf der letzten Foto) 170g.
Wie ich eine US-Box einbauen würde, habe ich oben beschrieben.
Gruss
Robi
Aloha,
ich wollt Euch beiden einfach einmal ein großes Kompliment aussprechen.
Es ist unheimlich interessant hier mitzulesen obwohl ich wohl kaum jemals selbst ein Brett bauen werde.
Einfach ein toller Thread.
Viele Grüße
Michael
Danke für die Blumen. Ist in der Tat mit Mehrarbeit verbunden, wo ich doch lieber Meerarbeit hätte....
Nun zu den nächsten Bauschritten:
Einbau Tuttlebox:
An der richtigen Stelle Umrisse anzeichnen, auf Gleitfläche und Deck. Die Distanz zum Heck hängt von den gewünschten Eigenschaften (an das Drehverhalten, resp. die Spurtreue) des Boards ab. Ich bohre nun mit einem 8mm Bohrer an allen vier Ecken der Umrisse Löcher durch das gesamte Board. Nun passt das Stichsägeblatt in die Löcher und ich kann die Aussparung für die Box aussägen. Wenn der Kasten hineinpasst, zeichne ich bei eingesetztem Kasten (in der Gleitfläche bündig) am überstehenden Teil die Decksform an und säge diese Partie weg. Nun setze ich den Kasten wieder in die Aussparung und verkeile ihn so lange mit kleinen Holzstücken gegen das Herex und Airex, bis der Kasten 100%ig gut ausgerichtet ist. (zur Kontrolle eine Finne einsetzen und mit dem Winkel kontrollieren.) Dann klebe ich die Tuttleöffnung mit Klebeband zu und giesse PU Schaum in die Ritze zwischen Board und Kasten. Nach dem Aushärten verschleifen. Den PU Schaum zwischen Sandwich (Herex/Airex) und Kasten kratze ich unten und oben 5mm tief wieder weg und fülle diese Vertiefung später mit angedicktem Harz aus. So bekomme ich eine ausgezeichnete Verbindung zwischen den beiden Sandwiches und dem Kasten.
Mit Hilfe einer Holzlehre bohre ich die Löcher (7mm) für die Finnenschrauben bis ans Deck,
Von oben werden zwei 20mm grosse Löcher mittig zu den 7mm Bohrungen bis auf das Carbon des Kastens gebohrt. Nun klebe ich im Tuttlekasten die Löcher mit Abdeckband zu und fülle oben angedicktes Harz in die Schraubenkanäle. Dort stecke ich je einen mit Trennwachs eingestrichenen Metallzylinder hinein und fixiere alles.
All diese Arbeiten mit Schraubenkanälen kannst du dir beim Einbau einer US Box ersparen.
Einbau Mastbox:
Umrisse anzeichnen. Mit der Oberfräse Aussparung herausfräsen. Da ich die Box mit Gewebe einlaminiere, und dieses Gewebe als Kragen in das Deck ziehe, fräse ich mit der Oberfräse eine ca 3cm breite und 1/2mmtiefe Vertiefung rund um die Kastenaussparung. Finnenkasten einlaminieren, beschweren und aushärten lassen. Nicht vergessen, oben den Kasten und Boardventilloch abzudecken, damit kein Harz hineinfliessen kann(Boardventil ist in der Mastbox integriert). Verschleifen.
Einbau Schlaufendübel:
An der gewünschten Stelle anzeichnen und Löcher mit Oberfräse herausfräsen. Dübel mit Harz und Gewebe einlaminieren, aushärten lassen und verschleifen.
Gruss
Robi
Pic 1: Fixiern des Kastens mit kleinen Holzkeilen
Pic 2: Mit der Finne im Kasten auf exakte Ausrichtung achten. In beiden Achsen.
Pic 3: Herauskratzen des PU Schaumes zwischen Kasten und Sandwich. Angedicktes Harz sorgt für eine bessere Stabilität und Verankerung
Pic 1: Das ist meine Holzschablone zum Bohren der Schraubenkanäle.
Pic 2: Bohren der Schraubenkanäle (auf Ausrichtung der Bohrmaschine achten)
Pic 3: Bohren der Schraubenkanäle von der Decksseite her. Die kleine Holzlehre dient dazu, dass sich der Bohrer im weichen Material nicht selbständig macht.
Pic 1: Die gebohrten Löcher im Kasten gut zutapen. Fest andrücken, damit kein Harz in den Kasten laufen kann.
Pic 2: Damit das Tape im Kasten nicht vom Druck des Harzes gelöst wird, stopfe ich ein kleines Tuch hinein und drücke die Holzschablone hinein.
Pic 1: Drücke zum Aushärten der Mastbox ein Holzbrett (Plastikfolie dazwischen) auf das Deck (Board unten unterlegen, damit du keine Dellen hineindrückst). An der decke mit Latten verkeilen. Der Laminat-Kragen rund um die Mastspur ist beim nächsten Arbeitsschritt zu sehen.
Pic 2/3: So laminiere ich die Schraubenkanäle. Mit Tape fixieren.
Gruss
Robi
Also ich finde das schon echt heftig wie du dein Board hier baust.....sieht top aus und deine Beschreibungen sind so was professionell detailliert, echt genial.
Da bekommt man ja fast Lust das selber zu machen....aber ne, ich lass es lieber bleiben, ist glaube ich nicht das Richtige für mich, ausserdem bin ich bisher mit gekauften Boards zufrieden, dennoch echt top! Weiter so!!!
Gruß Pat
von mir auch schnell ein: krass !
muss ma schaun ob ich diese ganz geile anleitung nicht in ein schönes pdf file kriege. oder mir alles abschreibe, sowas darf jawohl niemals durch ein servercrash oder dergleichen verloren gehen!
weitermachen..
Totti-Amun
03.04.2007, 19:57
von mir auch schnell ein: krass !
muss ma schaun ob ich diese ganz geile anleitung nicht in ein schönes pdf file kriege. oder mir alles abschreibe, sowas darf jawohl niemals durch ein servercrash oder dergleichen verloren gehen!
weitermachen..
Keine Sorge, hier geht nix verloren. Hier wird regelmäßig ein Backup gemacht... ;) :)
Echter Wahnsinn, wieviel Mühe sich robi macht.
Vielen vielen Dank dafür... :)
Cutouts:
Habe lange mit mir gerungen, ob ich nun Cutouts machen soll oder nicht. Habe mit diversen Personen darüber diskutiert, unter anderen auch mit Profis, welche mir teilweise davon abrieten. Nun habe ich mich entschlossen, vorerst mal keine zu machen. Wäre auch nachträglich relativ problemlos möglich. Board wäre für ca. 3 ? 4 Tage in der Werkstatt. Ein Shaperkollege meinte zwar: "Wenn du sie jetzt nicht machst, machst du sie nachträglich nie mehr."
So würden sie entstehen:
Negativform aus Holz oder PVC Schaum machen. Im gewünschten Abstand auflegen und Cutouts mit der Oberfräse herausfräsen. Styro mit Airex und Glas zulaminieren. Dübel zum befestigen der variablen Platte einlaminieren. Verschleifen. Aussenlaminat anbringen, verschleifen, finishen.
6. Etappe
Laminate auf Deck und im Gleitboden.
Ich laminiere immer zuerst das Deck. Profis die ich kenne, machen das anders. Der Grund für meine Methode: das Deckslaminat ziehe ich um die Boardkante bis in die Gleitfläche in eine ca. 1cm breite und 1mm tiefe Vertiefung, welche ich mit der Oberfräse mache. Dieser bereits laminierte Teil des Bodens wird noch vor dem Laminieren der Gleitfläche gespachtelt und verschliffen. Auf diese Weise sind bei meinen Boards die Kanten doppelt verstärkt und ich laufe nicht Gefahr, beim Schleifen der Gleitfläche das Laminat an dieser heiklen Stelle durch- oder anzuschleifen. Diese unübliche Reihenfolge habe ich mir aber vor allem darum ausgedacht, damit ich beim Verwenden eines Dyneema ? oder Kevlar- Deckslaminates nirgends unschleifbares Material bearbeiten musste.
Vorarbeiten zum Laminieren des Decks:
Ganzes Board verschleifen. Zuerst mit 60er nachher mit 100er Papier. Sehr gut kontrollieren, ob nirgends Unebenheiten oder Dellen sind. Board von allen Seiten her gut betrachten, den Konturen mit den Augen folgen und allfällige Unebenheiten ausschleifen. Ich fahre auch mit den Händen den Rails entlang vom Heck zum Bug. So spürst du Unregelmässigkeiten im Railverlauf, Dellen oder Ausbuchtungen. Wenn das Deck und die Rails zu 100% deinen Qualitätsansprüchen genügt, der Vertiefung in der Gleitfläche entlang zwei Bahnen Tape aufkleben. Tape auch über Finnenkasten kleben. Board wenden und Schraubenkanäle für die Finne, Mastspur und Ventilöffnung zutapen. An den Innenseiten tapen, das Band darf nicht auf die zu laminierende Fläche reichen. Damit du die Dübellöcher unter dem Carbon wieder findest, kannst du Streichhölzchen in die Löcher stecken, so dass nur der Kopf herausschaut.
Gruss
Robi
Zu den Pics:
Pic 1: Board verschliffen. Beachte den Laminatkragen bei der Mastbox. Gibt zusammen mit dem Deckslaminat eine grossflächige Verbindung zwischen Kasten und Laminat.
Habe für mich nur eine Schlaufenposition. (Ich weiss wo ich auf dem Board stehe.)
Pic 2: Finnenkasten auf der Oberseite mit laminierten Schraubenkanälen. Auch hier entsteht eine Art Kragen, welcher den Querkräften des Kastens genügend entgegenwirken kann. Du musst beim Einbau der USBox auch eine direkte verbindung zum Deckslaminat machen. (Ist an den Chinookboxen bereits in Form des angegossenen Zylinders vorhanden.)
Pic 3: Ansicht der Gleitfläche. Ist noch unverschliffen. Wie du siehst, habe ich gekämpft beim Skizzieren der Cutoutlinien :tongue:
Der Boardkante entlang ist das Bett für das Deckslaminat zu sehen.
Echter Wahnsinn, wieviel Mühe sich robi macht.
Vielen vielen Dank dafür... :)
Yep, mache ich alles nur wegen Dir! :tongue: :tongue: :D
Hab noch was vergessen. Damit es (trotz Backup) nicht verloren geht: Board wiegt nach dem Einbau aller Inserts und Boxen und nach dem Verschleifen (fertig zum Laminieren)
4330g
(mein Ziel wäre, das Board (ohne Schlaufen) zwischen 5,5 und 6,0 kg hinzukriegen.)
Totti-Amun
05.04.2007, 17:37
Yep, mache ich alles nur wegen Dir! :tongue: :tongue: :D
Ach so, na dann freu ich mich schon mal auf mein neues Board... :tongue: :D
Ach so, na dann freu ich mich schon mal auf mein neues Board... :tongue: :D
Ich hab geschrieben wegen Dir (du hast doch dieses Forum eingerichtet?:rolleyes: , nicht für Dich ..... :tongue:
Ich denke, boardmässig bist du ohnehin nicht allzu dürftig ausgestattet...
Habe heute Nachmittag das Deck laminiert:
Ich decke alle Carbon-, Kevlar- oder Dyneemalaminate mit einer dünnen Glasschicht (80g).Auf diese Weise hast du noch ein bisschen Schleiftoleranz, da du am Carbon selber nicht schleifen solltest, an Kevlar und Dyneema kannst du gar nicht, diese Gewebe fransen nur aus.
Ich lege beide Gewebe (Carbon und Glas) trocken übereinander und schneide sie auf die gewünschte Länge. (Falls du jemals mit Dyneema oder Kevlar arbeitest, brauchst du eine mikroverzahnte Schere.) Beide Lagen mit den Händen glatt streichen, allfällige Carbonfäden, die sich vom Gewebe gelöst haben unter dem Glas hervorziehen und abschneiden. Nun giesse ich Harz auf den Blank und laminiere mit dem Squeegee die beiden Gewebe auf dem Deck. An der unteren Hälfte der Rails und in der Vertiefung der Gleitfläche ist es einfacher, mit einem breiten Pinsel zu arbeiten. Wenn alles gut durchtränkt ist (du brauchst etwa gleich viel Harz wie die Gewebemenge wiegt), ziehe ich das überschüssige Harz mit sattem Squeegee-Druck über die Rails aus dem Gewebe. Das Laminat belege ich mit Abreissgewebe und fixiere es mit ein paar Tapestreifen. Das Tape haftet überhaupt nicht auf dem vom Epoxi angefeuchteten Gewebe. Rund um das Board tapen (wie beim Deckvakuumieren) Darauf achten, dass es keine Falten wirft. Auf der Unterseite klebe ich wieder das dünne Styroband hin (Verteilung des Unterdrucks bis zum Bug und Heck) und schiebe das Board in den Vakuumsack. Falls du anschliessend möglichst wenig schleifen willst, musst du nun bei geringem Unterdruck die Foile des Vakuumsackes möglichst faltenfrei ziehen. Auch kleine Falten sind nach dem Aushärten spürbar. Solltest du mit Dyneema oder Kevlar laminieren, ist dies sogar unabdingbar. Du hast sonst ein unbrauchbares Laminat! Wenn alles gut ist (Board auch wenden!) Unterdruck auf ?0,3 bar erhöhen. Damit ich beim Aushärten ein bisschen tempern kann, lege ich den Blank im Vakuumsack in mein Boardbag an die Sonne. Wird so ca 50 ? 60°C und ergibt eine besser Qualität des Epoxys.(mit Thermometer kontrollieren).
Gruss
Robi
Pic 1: beide Gewebe geschnitten, glattgestrichen
Pic 2: Deck ist fertig laminiert
Pic 3: Blick auf die Gleitfläche. Die Deckslage reicht bis in die Gleitfläche hinein. Werde ich morgen schneiden und beschleifen. Pic vom Vakuumieren (Abreissgewebe und Board im Vakuum) mache ich beim Laminieren der Gleitfläche. Die Fotoapparatbatterie machte schlapp...
Fredstyles
05.04.2007, 19:44
Hallo Robi,
bin froh, Deine bebilderte Selbstbaubeschreibung gefunden zu haben. Habe mich nur deshalb hier angemeldet. Die Fotos sind klasse. Werde ich auf jeden Fall archivieren.
Ursprünglich bin ich recht zufriedener Nutzer des DATDesigner98 und warte schon ziemlich lange auf das Nachfolgeprodukt. Nun hatte ich das Warten satt und habe mich in Shape3D eingearbeitet.
Mache gerade die Entwürfe für einen Freestyler a la Tabou mit 108 Litern und ein Waveboard mit 95 Litern. Ein Slalomrenner mit 120 - 130 Litern soll folgen.
Demnächst werde ich hoffentlich auch Bilder meiner Custom Carbongabel präsentieren können.
Machst Du auch die Mastboxen sowie Fußschlaufenplugs aus Carbon? Habe mir jetzt mal Silikonkautschuk besorgt, um ein Vergleichsexemplar in Carbon herzustellen.
Ich wünsch Dir weiterhin zweistellige Werkstatttemperaturen
Fred
Das sind ja mal tolle Projekte! Auf die Carbongabel bin ich besonders gespannt! Hast du dir eine Negativform gebaut? Wenn ja, wie? Würde mich brennend interessieren!
Mastboxen und Plugs beziehe ich von Chinook. Der Shaper der Tribal customs macht seine Mastboxen selber aus Carbon. Die Gewichtsersparnis ist knapp 100g. Wenn ich nun noch ein Boardventil extra einbauen muss, ist fast die Hälfte davon wieder weg. Mit dem Selberbauen der Tuttlebox (hatte früher welche von SSB, auch aus Carbon) gewinne ich 150g und habe für die vielen Carbonreststücke erst noch eine sinnvolle Verwendung.
Wir haben ganz gutes Laminierwetter: 15°C, Sonne und kein Wind.:redface: Temps sollen noch steigen. Hatte im Boardbag heute 54 °C. Habe vorhin die Vakuumpumpe bereits abgestellt.;)
Gruss
Robi
Fredstyles
05.04.2007, 22:52
Für die Gabel habe ich zunächst die geraden Griffholme einzeln hergestellt per Vakuum mit Innendornabzug in hauchdünner Wandstärke. Dadurch bekam ich einen perfekten Innendurchmesser. Dann habe ich den vorderen Rohrbogen mit Hilfe einer Schmiege aus EPS und einer PE-Rundschnur als Formgeber ebenfalls in hauchdünn gefertigt. Anschließend habe ich die 3 Teile mit Verbindern zusammengeklebt und alle weiteren Lagen durchgehend aufgebracht.
Für die Verlängerungsholme habe ich eine Negativform aus GFK gebaut. Dazu wird einfach ein Alurohr in eine Trennebene eingelassen und dann wird mit Formenbauharz und dem üblichen Lagenaufbau aufgebaut (analog Anleitung bei r&g).
Die Fertigung der Verlängerungsholme erfolgt im Schlauchblasverfahren. Über einen passenden Rundstab wird ein Folienschlauch gezogen, der am Ende ein Ventil enthält. Erst dann kommt das Gelege drauf. Den Schlauch und das Ventil habe ich von innen mit Butylkautschukband abgedichtet. Alternativ könnte man den Folienschlauch auch zwischen den Formhälften einklemmen. Das Ventil wird von innen durch ein Loch in der Form gesteckt und außen mit einer Mutter gesichert. Dann die Form gut verschrauben und ordentlich Druck (hatte ca. 4 bar) unter Wärmezugabe machen.
Wenn ich mit den Brettern durch bin, möchte ich mal eine Mastverlängerung in Angriff nehmen - ebenfalls im Schlauchblasverfahren - wobei die Löcher für den Sicherungstift bereits in die Form integriert werden sollen. Zunächst möchte ich bei der Gabel aber erst mal sehen, was die gebohrten Löcher so aushalten.
Fred
Boah! Vielen Dank für die Info! EPS-Schmiege? Ist das ein Kern, den du nach dem Aushärten mit Styrol auswäschst? Was hat die Gabel für Masse? Wie schwer wird sie? Wie viele Lagen Carbon und in welcher Grammage hast du laminiert? Überall gleich viel? Variosystem?
Falls du noch kein Frontstück hast, hätte ich Dir einen Vorschlag:
http://www.mauisails.com/index.php?what=store
Ist bis jetzt das Nonplusultra an Gabelbaumtechnologie, welches ich gesehen habe. (Junior kaufte letzten Sommer in Fuerte von Pritchard eine gebrauchte MauiSails-Gabel. Frontstück finde ich deutlich besser als alles andere. Inkl. X9)
Gruss
Robi
Fredstyles
06.04.2007, 10:54
Leider habe ich es wieder nicht fertig gebracht ne Kamera oder ne Frau mit ner Kamera mit in die Werkstatt zu nehmen.
Bei der Schmiege handelt sich lediglich um eine 3 cm Styroporplatte in Form des Rohrbogens. Das Bauteil wird mit nur leichtem Druck daran angelegt. Im Inneren des gekrümmten Gabelrohres verbleibt die PE-Rundschnur (Das gleiche Material, das in den Verlängerungsholmen der Kaufgabeln steckt) als Formgeber.
Die Maße sind 200 - 250, widebody, gebaut aus 80g unidirektional und +-45Grad biax 160g HT-Gelege sowie UHM-Rovings, jeweils auf Folie vorgetränkt. Meine Doku über Lagen und Ausrichtung hab ich z.T. schon verloren, in einigen Fällen auch mal kurzfristig geändert. Jedenfalls variieren Holmdurchmesser und Wandstärke. Im Griffbereich habe ich 29 mm bei 2 mm Wandstärke. Im Frontbogen sind es 35 mm bei 7mm im Klemmbereich des Frontstücks. Gewogen habe ich noch nicht. Variosystem: Doppelpin.
Frontstück: Das Frontstück (Streamlined) habe ich mir gleich zu Beginn meines Projektes besorgt, ist ja schließlich auch wichtig für die Rohrdimensionierung. Damals gabs das Mauisails-Teil noch gar nicht, es steht aber ganz oben auf meiner Einkaufsliste.
Gruß
Fred
Leider habe ich es wieder nicht fertig gebracht ne Kamera oder ne Frau mit ner Kamera mit in die Werkstatt zu nehmen.
Gruß
Fred
Ist tatsächlich dem Arbeitsfluss nicht gerade förderlich, nach jedem Bauschritt die Handschuhe auszuziehen und den Fotoapparat zu ergreifen. Manchmal vergesse ich es auch.:redface: . Meine Frau müsste ja Stunden im Shaperaum verbringen, wollte ich meine Arbeitsabläufe fotografieren lassen. Und sie würde sich vermutlich zu pointiert über meine Unordnung äussern.:tongue:
War vorhin eine halbe Stunde am Werk. Am Karfreitag arbeiten ja einige andere auch.:rolleyes: Hier das Resultat:
Nach dem Aushärten Abreissgewebe abziehen. Unter das Abdeckband in der Gleitfläche greifen, Abdeckband und Laminat hochheben und mit dem Teppichmesser mit ausgefahrener Klinge überstehendes Laminat schneiden. Der Boardkante entlang Klebeband anbringen. Am besten mit einer Abtropfkante. Mit angedicktem Harz den Laminatstreifen am Gleitbodenrand auf das Niveau des Herex spachteln, ebenfalls die Lücke zwischen Tuttlekasten und Herex spachteln. Nach dem Aushärten die Gleitfläche schleifen. An den Rails muss man nur schleifen, wenn es Unebenheiten hat oder wenn zwischen dem Abreissen des Abreissgewebes und dem nächsten Laminieren viel Zeit liegt. (Fettrückstände).
Gruss
Robi
Zu Pic 1: Nach dem flüchtigen Überschleifen des Carbonbandes in der Gleitfläche.
Pic 2: Unterlage von kleinen Styrokrümmelchen als Tropfkante
Pic 3: Verbindung Bodensandwich und Tuttlebox zugespachtelt.
Morgen wird die Gleitfläche geschliffen und laminiert.
Totti-Amun
06.04.2007, 18:51
Falls du noch kein Frontstück hast, hätte ich Dir einen Vorschlag:
http://www.mauisails.com/index.php?what=store
Ist bis jetzt das Nonplusultra an Gabelbaumtechnologie, welches ich gesehen habe. (Junior kaufte letzten Sommer in Fuerte von Pritchard eine gebrauchte MauiSails-Gabel. Frontstück finde ich deutlich besser als alles andere. Inkl. X9)
Gruss
Robi
Da kann ich auch noch einen Tip geben: www.streamlined.us (http://www.streamlined.us), das Kopfstück fahren wegen der Härte (Vor- und Nachteile eines harten Kopfstücks sollten wir mal gesondert diskutieren ;)) viele Pro's. Praktisch unzerstörbar und gibt es für verschiedene Holm-Diameter... Aus dem Rest hier halte ich mich aus Unwissenheit lieber raus und geniesse "nur"... :)
Grüße
Totti
Fredstyles
06.04.2007, 19:19
Hallo Totti,
beim Streamlined bin ich zumindest skeptisch in Bezug auf Korrosion und Verschleiß der Gurtbänder.
Zusätzlich zu der von Dir angesprochene Härtethematik (Hart ist geil!) sollte man aber auch mal über axiale Beweglichkeit der Frontstücke reden. ;)
Gruß
Fred
Laminieren der Gleitfläche:
Für das Schleifen der Gleitfläche musst du dir viel Zeit nehmen. Alles was du nun nicht zu 100% hinkriegst, musst du später mit zusätzlichem Gewicht büssen. Es ist viel einfacher, jetzt das Herex zu schleifen, als nach dem Laminieren der Gleitfläche Dellen zu spachteln und zu verschleifen. Die Gleitfläche muss perfekt sein und die gespachtelten Teile dürfen nicht mehr spürbar sein. Auf der planen Stelle ein Lineal auflegen und mit seitlichem Licht kontrollieren. Wenn man dabei das Lineal auf die Kante stellt, sieht man kleinste Unebenheiten. Wenn du 0 mm Rocker geplant hast, wenn die plane Stelle 85cm lang, wenn der Scoop bei 150cm 8mm sein soll, dann schleife so lang, bis du es hinkriegst. Sich erst zufrieden geben, wenn es deiner Ansicht entsprechend nichts mehr zu verbessern gibt. Das Laminieren geschieht genau gleich wie beim Deck, abkleben musst du nichts.
Nach dem Aushärten Übergänge an den Rails verschleifen. Ich spachtle vor dem ersten Schleifgang das gesamte Board mit angedicktem Harz ein. Poren füllst du so mit weniger Gewicht, als wenn du 1,5 kg Füller auf das Board pfefferst.
Gruss
Robi
Pic 1: Schleifen: Damit ich die V-Übergänge nicht verrunde, befestige ich die Outlineschablone auf der anderen Seite mit Schraubzwingen. (Deckseitig unterlegen:cry: ) Du siehst im Übrigen meine Schleifutensilien. Von Bug zum Heck: Schleifklotz gekrümmt für Konkave, Schleifklotz 60cm x 15 cm für lange gerade Abschnitte, darauf liegend kleiner gerader Klotz (30x15) und biegsame Kunststoffplatte 35 x 10 für Rundungen.
Pic 2: plane Stelle kontrollieren mit Lineal. Auf die Kante stellen, Kontrolle gegen das Licht,
Pic 3: Gleitfläche ist laminiert.
Pic 1: Blick auf die Decksseite.
Pic 2: Abreissgewebe und Vakuumsack montiert. Vakuumsack nach Möglichkeit glattziehen. Ich helfe mir da mit einem trockenen, breiten Squeegee.
Pic 3: Vor dem Eingang zu meiner Shapewerkstatt an der Sonne im Boardbag. Wurde heute 52 °C warm. (im Bag;))
Lessacher
08.04.2007, 11:34
Hallo Burney! Styropor hat zum Beispiel
1,5kg pro 100 Liter.Wiegt der Kern jetzt 1,8 kg, so hast Du
120 Liter. Wolfgang
Hallo Burney! Styropor hat zum Beispiel
1,5kg pro 100 Liter.Wiegt der Kern jetzt 1,8 kg, so hast Du
120 Liter. Wolfgang
Hallo Wolfgang
Im Prinzip richtig, nur:
Wenn ich das Deck shape, ist die Gleitfläche bereits mit einer Lage Gewebe und Herex belegt. Somit kann ich das Volumen nicht via Gewicht genau ermitteln. Müsste vorher alles, was ich aufs Board laminiere wägen. Hab ich noch nie gemacht. 15er Styro wäre zum Shapen ohne stablisierende Bodenlage viel zu bruchgefährdet. Deshalb kann ich leider meine Boardvolumina nur schätzen.
Habe heute Morgen das Board aus dem Vakuumsack gepellt und das Abreissgewebe abgrissen. Nachher die Übergänge an den Rails geschliffen. Ich verwende zum Schleifen fast nie mehr eine Schleifmaschine. Habe zwar einen 15cm Teller-Exzenter, brauche den aber nur höchst selten. Ich finde, mit langen, passenden Schleifklötzen gibt es das bessere Resultat. Lieber mal ein bisschen öfter das gebrauchte Schleifpapier durch neues ersetzen. Wenn an den Rails keine Absätze zwischen Decks- und Gleitflächenlaminat mehr zu spüren ist, spachtle ich das Deck inkl. Rails bis an die Kante mit angedicktem Harz ein. An Bug und Heck schmiere ich eine richtig dickes Band auf, welches mir erlaubt, Deck- und Heckrundungen genau nach meinen Vorstellungen zu schleifen. Für das gesamte Deckspachteln reichen 60g Harz. Das meiste wird später wieder weggeschliffen.
Gruss
Robi
Zu den Pics:
1: Rails verschliffen und gespachtelt. Du siehst, es bleibt hier nicht viel Spachtelmasse drauf.
2 / 3 : Bug und Heck sind fett eingespachtelt. Kommt zum grössten Teil wieder weg.
Gleitfläche spachteln
Kurzer Arbeitsgang: Kurz das Deck und die Rails mit 40 und 80er Papier schleifen. Werde morgen das ganze Board nochmals schleifen, bevor ich die erste Schicht Füller auftrage.
Nachher der Kante entlang abtapen (aber bitte mit Tropfkante) und die Gleitfläche spachteln. 60g angedicktes Harz reichen aus. Am Heck, hinter dem Finnenkasten ist ein ganz minimer Rocker (ca. 0,5mm). Dort habe ich ein bisschen mehr Spachtel aufgepappt, damit ich auf 0mm Rocker schleifen kann.
Gruss
Robi
Pic 1: Bug grob verschliffen
Pic 2: dito Heck
Pic 3 gespachtelte Gleitfläche.
Blick gegen das Heck. Hinter der Tuttlebox ist aufgespachtelt, ebenso an den Kanten. Das Ziel sind scharfe Kanten von der breitesten Stelle bis ans Heck. Auch entlang der Centerline hat es ein bisschen mehr Salbe drauf. Möchte auch hier gerne eine leichte Kante als Übergang von einer Gleitflächenseite zur anderen.
Hi Robi!
Ich bin nun zurück! Und ich kann dir sagen: Ich hatte die erste Woche satten Wind :) Und den Totti habe ich am 01,04 auch gesehen, aber nur aufm Wasser. Er mich auch ?! :P
Zu deiner Beschreibung:
WooooooooW :) So eine 100% Detaiierte Anleitung habe ich nicht erwartet :) Herzlichen Dank! Super cool, das sich noch ein anderer Shaper eingeschaltet hat ;) Welches Programm benutzt du? Lohnt es sich, sich sowas anzuschaffen?
In den nächsten Wochen werde ich erstmal den delaminierten Tabou Freestyle reparieren. So wie es aussieht, brauche ich nur das delaminierte Unterwasserschiff rundherum auszufräsen und wieder neu unter Vakuum anzukleben, ich denke noch über eine lage 80g Glas zur Sicherheit nach.
Habe mich mal erkundigt, ich finde nirgends eine so große Platte Styropor. Hoffe da finde ich noch was...
Noch eine Frage zu den Inserts: Du schreibst, dass du Streichhölzer in diese steckst um sie wieder zu finden. Kann es nicht auch passieren, das diese eine grobe Verklebung des Laminats zur Folge haben, bzw. Löcher in der Vakuumfolie?
Besten Dank! Ich weiß deine Mühe zu schätzen, und wie du siehst, die anderen auch ;):):):)
Aloha
Björn!
Fredstyles
11.04.2007, 22:33
Hallo Burney,
aktuell arbeite ich mit Shape3D (30-Tage-Trial). Probieren kostet ja nichts. Du musst lediglich Zeit investieren.
Fred
Fredstyles
11.04.2007, 23:57
Hallo Burney,
hast Du es wegen EPS schon mal hier versucht?
PHILIPPINE GmbH & Co.
Dämmstoffsysteme KG
Bövinghauser Str. 50-58
44805 Bochum
Postfach 40 02 54
44736 Bochum
http://www.philippine-eps.de
Hallo Burney
Nachdem du wieder im Lande bist, werde ich bald dran sein mit Surfurlaub.:D Werde am nächsten Sonntag für zwei Wochen verreisen. Das Board wird (wie vorgesehen) in der ersten Maihälfte fertig sein.
@ Streichhölzchen: ich schneide sie gerade so lang, dass nur der Schwefelkopf zur Hälfte herausschaut. Durch das Carbon-und Glasgewebe stösst dieser beim Laminieren durch, das Abreissgewebe bleibt jedoch immer intakt. So besteht auch keine Gefahr, dass der Vakuumsack beschädigt wird.
Habe vorgestern und gestern wieder ein bisschen weitergearbeitet:
7. Etappe
Finish
Überlaminierte Kasten, Schraubenkanäle und Ventilloch mit dem Teppichmesser ausschneiden und Ränder verschleifen. Ventilloch ganz durchbohren. Pass auf, dass du dabei nicht das Gewinde für die Ventilschraube zerstörst. Die Kastenöffnungen und das Ventilloch zutapen. Gesamtes Board verschleifen mit 80er Papier trocken. Wenn alles schön plan ist, trage ich mit dem Pinsel Füller auf (vom Autolackierer). Diesen Vorgang wiederhole ich nach einem ersten Schleifen mit 240er nass mit der Spritzpistole.
Gruss
Robi
Pic 1: Nach dem Streichen des Füllers. Du siehst die Pinselstriche sehr deutlich. Mit Streichen kann ich Pinholes und sichtbare Gewebestrukturen schneller füllern als mit der Spritzpistole. Braucht auch weniger Füller.
Pic 2 und 3: Board nach dem Füllern verschliffen. Man sieht noch die Farbe welche in den Rillen des Schleifpapieres geblieben ist.
Board ist mit Füller gespritzt. Ich habe zum ersten mal weissen Füller gekauft. Wenn mir das Board nach dem Schleifen genug gut gefällt, spritze ich evtl. keine weisse Farbe drauf.
sieht hammer aus!!!
wär doch was fürs wiki...
würde es so:http://www.surf-forum.com/attachment.php?attachmentid=526&d=1176395664
lassen :)
sieht hammer aus!!!
wär doch was fürs wiki...
würde es so:http://www.surf-forum.com/attachment.php?attachmentid=526&d=1176395664
lassen :)
Problem bei soviel sichtbarem Carbon ist die Temperatur. Liegt das Board an der prallen Sonne, heizt sich die Oberflaeche so sehr auf, dass das Harz wieder weich wird. Fuehrt zu Delaminationen. (alles schon erlebt mit schoen schwarzen Boards mit NP-Logo :tongue: :( )
Gruss aus Aruba, gehe wieder surfen:D :D
Robi
Hi Robi!
Wie machst du den Anschluss vom Vakuum an den Folienschlauch? Repariere grade den delaminierten Tabou. Mir fehlt noch der Anschluss, den ich mir eigentlich ersparen wollte ;)
Aloha
Björn!
Hi Robi!
Wie machst du den Anschluss vom Vakuum an den Folienschlauch? Repariere grade den delaminierten Tabou. Mir fehlt noch der Anschluss, den ich mir eigentlich ersparen wollte ;)
Aloha
Björn!
Hallo Burney
Bin wieder daheim im Flautenrevier.:( Werde morgen meinem Board einen Besuch abstatten und kann dir dann ein Pic von meinem selbstgebastelten Anschlussstück machen.
Gruss
Robi
Moin!
Okay, danke! Ich hoffe du hattest einen windreichen Urlaub? Kannst du Aruba empfehlen? Will da auch unbedingt mal hin :)
Aloha
Björn!
Hi Burney
War eigentlich nicht unbedingt zum Surfen nach Aruba geflogen. (Meine Tochter hat da geheiratet) Aber wenn man schon mal vor Ort ist..:rolleyes:
+ : wundervolle Natur, herrlich klares und warmes Wasser (27°C), bis auf den Zustand der Finnen gutes Mietmaterial (JP, *board, Exocet, Gaastra, NP), fast jeden Tag Wind (für Segel zwischen 5 - 6.5), tolle, feinsandige, weisse Strände, äusserst nette und zuvorkommende Einheimische, top zum Schnorcheln und Tauchen
- : mehrheitlich auf US-Ami-Touris ausgerichtet (Preise z.T. recht hoch, Essens-Portionen in vielen Restaurants amerikanisch unvernünftig üppig), Wind am Fishermanshut z.T. sehr böig, wenig abwechslungsreiches Revier ("nur" Flachwasser, bin nicht der Freestyler:redface: ), lange Flugzeit
Fazit: für einen reinen Surfurlaub gibt Fuerte im Juli für meine Bedürfnisse viel mehr her.
@ Boardbau:
Unten sind ein paar Pics von meinem Anschlussstück. Es ist aus Hartplastik, 100x100x15mm, mit einem eingeschnittenen Gewinde. Ich lege es in den Sack und schneide mit dem Teppichmesser die Öffnung aus. Dann schraube ich das Metallstück ein, die Unterlagsscheibe sorgt für genügend Abdichtung, der Sack wird durch den Unterdruck ohnehin gut auf die Hartplastikoberfläche gedrückt. Am besten legst du ein kleines Stück Styro unter das Anschlussstück, damit sich der Unterdruck überall hin ausbreitet.
Habe heute (1. Mai sei Dank) das Board oben und unten verschliffen. Verzichte auf einen Racingfinish und werde morgen Abend das Deck spritzen. Das Board dürfte in ca. einer Woche fertig sein. Bilder folgen.
Gruss
Robi
Nabend!
Sieht gut aus! Hartplastik hab ich noch bischen was gefunden! Nur, wo bekomme ich so eine Schraube her?
Danke!
Aloha
Björn!
Ganz kurze Session heute:
Das gesamte Board habe ich gestern mit 240er und anschliessend mit 320er nass geschliffen. Wenn du gegen das Licht über die trockene Oberfläche guckst, siehst du, an welchen Stellen du noch schleifen musst. Heute musste ich nur noch das Deck spritzen.
Gruss
Robi
Pic 1 so sah das Board vor dem Spritzen aus. Gefiel mir zu wenig gut, um es so zu lassen.
Pics 2/3: Deck weiss gespritzt.
Nabend!
Sieht gut aus! Hartplastik hab ich noch bischen was gefunden! Nur, wo bekomme ich so eine Schraube her?
Danke!
Aloha
Björn!
Das Anschlussfitting habe ich bei einem Spengler gekauft. Evtl. findet man so etwas auch in einem Baumarkt.
Gruss
Robi
Wow,
sieht sehr stark aus! Und wie das glänzt :)
Werde mich bezüglich des Anschlusses mal umhören! Mittwoch gehts los :) Da sind alle Klausuren weg!
Bin schon gespannt wies am Ende aussieht :)
Aloha
Björn!
Fredstyles
02.05.2007, 19:58
Hallo Robi,
cooles StarWars-Benutzerfoto!
Dein Brett sieht wieder mal perfekt aus. Hast Du zufällig die Vorher-Nachher-Gewichte ermittelt? Die Gewichtszunahme bei volldeckender weißer Lackierung interessiert mich sehr.
Meine Gabel wird wohl zum Ende der Woche fertig, dann kann ich mich endlich auch den Brettern widmen. Vorher möchte ich jedoch noch ein paar Werkzeuge ersetzen. So möchte ich ein neues 70 cm Schleifbrett aus Alu bauen.
Unschlüssig bin ich jedoch noch hinsichtlich der Schleifmittelbefestigung. Verwendest Du bei Deinem langen Schleifbrett Kletthaftung und fertig konfektionierte Klett-Rollenware?
Gruß
Fred
Hallo Fred
Danke für das Kompliment! Da ich nur wenig Zeitaufwand für das Board hatte, machte ich vor dem Spritzen ein Selbstbildnis:tongue: .
@ Boardgewicht:
Vor dem Füllern 5210 g, fertig verschliffen vor dem Lackieren des Decks: 5330 g, ich habe 90 g Lack und 45g Härter angemischt, davon werden gut 100g auf dem Board sein. Wenn ich nicht deckend lackiert hätte, hätte ich aus thermischen Gründen mehr Füller stehen lassen. Schätze mal, dass der Gewichtsunterschied insgesamt (Deck und Gleitfläche) 100g ausmachen. Das anvisierte Gewicht sollte ich eigentlich problemlos schaffen (< 6 kg ohne Schlaufen).
@ Schleifbretter:
Ich klebe normale Schleifbogen mit Kontaktkleber auf (aneinandergelegt). Ich verwende die grossen Schleifklötze nie zum Nassschleifen.
Bin sehr gespannt auf deine Gabel!!
Gruss
Robi
Heute Abend die Gleitfläche gespritzt.
Zuerst die Gleitfläche und die Rails mit 400er nass schleifen. Board gut trocknen, auch auf der Deckseite. Tuttlebox abkleben. Vor dem Spritzen fahre ich mit der Handfläche einige Male über das Board. Auf diese Weise kann man die Staubpartikel entfernen. Auf den Boden der Werkstatt giesse ich Wasser, damit der Staub ein bisschen gebunden wird. Optimale Ergebnisse lassen sich jedoch nur in einer Profi-Einbrennkammer erzielen, Staub und manchmal sogar Insekten auf der frisch gespritzten Lackfläche sind jedesmal ein Ärger. Habe 80 g Frabe und 40 g Härter angemischt. Board dürfte wieder ca. 100g mehr wiegen.
Gruss
Robi
Pic 1: Gleitfläche nach dem Verschleifen
2 / 3: gespritzt. Bis auf eine Stelle mit einem Staubteilchen bin ich mit dem Resultat zufrieden. Aber evtl. schleife ich die Gleitfläche ohnehin noch leicht mit 400er an. Schaun'mer mal.
So, die Planke ist soweit fertig. Hab ihr heute nach Feierabend den Rest gegeben::tongue:
Nach dem Aufkleben der Pads setze ich meine Sticker an die Rails und signiere das Board. („Nur ein Shaper, welcher sich seines Werkes schämt, signiert es nicht“ Zitat Ed Angulo). Damit du die Schlaufendübellöcher unter den Pads wieder findest, steckst du am besten vor dem Aufkleben Nägel in die Löcher und ziehst sie danach wieder heraus. Mit einem konisch zulaufenden Fräsmesser kannst du nachher an der richtigen Stelle die Aussparungen in die Pads fräsen (Oberfräse).
Nun klebe ich unterhalb der Standfläche und dem restlichen Railbereich ab, schleife die Standfläche mit 400er trocken leicht an. Falls du willst, kannst du auch die Pads mit Tape abkleben. Etliche Shaper machen dies jedoch nicht und tragen auch auf den Pads Standfläche auf. Nun platzierst du die Sticker. Die Standfläche muss vor dem Spritzen ganz sauber und fettfrei sein, du siehst sonst jedes Härchen unter dem Lack. Wenn du einen Aufkleber verwendest, dessen Farbe nicht Lösungsmittel-beständig ist (gilt auch für fast alle Faserschreiber --> Signatur), spritze vorerst nur ganz wenig Klarlack auf diese Stellen und lasse es eintrocknen, eine Viertelstunde genügt. So hast du ein Fixativ, die nachfolgende Lackmenge löst die Farben nicht mehr auf. Nun spritze satt (ca 80g, Spritzdüse öffnen) Klarlack (auch vom Autolackierer) auf. Sofort mit einem Sieb Standflächenglitter per Sieb und aus möglichst grosser Höhe aufstreuseln und das ganze aus genügend grosser Distanz abblasen (Pressluft) Geh nicht zu nahe dran, sonst wirft der Lack Wellen.
Werde morgen Schlaufen montieren und auf Wind warten... (bei uns ist Dauerregen ohne Wind angesagt!:( )
Das Wichtigste zum Schluss:
Ein Board zu shapen ist Balsam für die Psyche, jedoch Gift für die Physis, wenn man sich nicht schützt!
Deshalb muss jeder Hobby-Shaper/Boardbauer unbedingt folgende Vorsichtsmassnahmen einhalten:
- Beim Bearbeiten von Styropor (shapen) Staubmaske tragen
- Beim Schleifen von laminiertem Gewebe, beim Lackieren mit Pinsel und Pistole Atemschutzmaske tragen.
- Beim Bohren, Arbeiten mit der Oberfräse, mit der Stichsäge Staubmaske und Schutzbrille tragen.
- Beim Laminieren Handschuhe (Einwegplastik-ChirurgenHS) und Atemschutzmaske tragen.
- Beim Verarbeiten von gemischtem PU-Schaum Handschuhe tragen
- Beim ganzen Boardbauen ist ein Schutzanzug (Kombi mit Kapuze) von Vorteil.
- Nach jedem Arbeitsschritt eine ausgedehnte Dusche nehmen. Schleifstaub auf der ungeschützten Gesichtshaut mit Seife abwaschen und wegspülen.
Gruss
Robi
Pic 1 Nägel in den Dübellöchern: so findet man die Stelle unter den Pads leicht.
Pic 2 Konische Vertiefungen, mit der Oberfräse gefräst
Pic 3 Bereit zum Aufspritzen des Klarlackes
Hier noch ein paar Bilder mit aufgetragener Standfläche:
Pic 1 und 2:
Abdeckband entfernt, so klebt es sich nicht fest. Musst aufpassen, dass du die Standfläche nicht berührst, ist ja noch nicht trocken.
Pic 3: mein Logo (bereits 17 Jahre gleich, bin zu lethargisch, ein neues zu kreieren, ist mir auch nicht so wichtig)
Hi Robi!
Ich bin überwältigt! Welche Eleganz :)
Sehr geiles Board! Mittwoch gehts meinem kaputten an den Leib! Dann werd ich schonmal anfangen, mit den Schablonen ect. Habe dazu das 3dShape Programm benutzt, was mir Fred angepriesen hat :) Hat super geklappt!
Da ich nun jedoch ein sehrsehr günstiges Tabou DaCurve bekomme, werde ich mir einen 115l Freestyler á la Naish bauen! Weißt du woher ich hiervon den Scoop bekomme? Wie würdest du hierbei das U-Schiff shapen? Hatte an ein leichtes V im Heck gedacht, was dann nach vorne plan wird....
Danke!
Aloha
Björn!
Zum Abschluss noch ein paar Bilder des fertigen Produktes. Das Board wiegt ohne Schlaufen und Finne 5720 g. Ist für eine Planke mit ca. 120 l Volumen akzeptabel. Sobald bei uns wieder ein bisschen Wind ist, werde ich von der Jungfernfahrt berichten. Bei uns haben die Wetterfrösche richtig getippt: Dauerregen und Flaute, die Photos geben die recht düstere Stimmung wider.
Gruss
Robi
Hier noch zwei Bildchen speziell für dich, Totti, damit du siehst, dass die Finne zum adäquaten Board gekommen ist. :tongue: :D
Gruss
Robi
Sieht spitze aus! Hoffe meins wird auch so schön glänzen ;)
Hier nochmal ein riesen Dankeschön für die tollen Infos und diese hervorragende Anleitung! Werd mich danach richten, und ich hoffe, das du mir weiterhin Fragen beantwortest, wenn ich nicht weiterkomme ;)
Aloha
Björn!
jo killa arbeit!!
nur das design hätt ich anders gemacht ;)
Ja, herzlichen Glückwunsch zum neuen Baby!
Das ist die erste Geburt (und ich hab schon einige mitgemacht) die ich online erlebt habe! ;) ... und das noch mit soviel Hebammen!?!?
Aber wirklich ein riesiges Kompliment, nicht nur an den Shaper, sondern auch an den Reporter Robi. Ist echt ein super Thread geworden und es war spanndender als Dr.Kimble (jou wird den nicht kennen) auf der Flucht.
Viel Glück für die Jungfernfahrt und viele Grüße
Michael
PS: kann ich mich in der langen Reihe anstellen die das Board dann bei Deiner nächsten Creation übernehmen wollen? Wäre etliche schlaflose Nächte wert ;-)
Hallo Lurchi
So doll is' ja nun auch nich gerade:tongue:
Aber danke allemal für das postive Feedback. Hat im Übrigen auch noch Hebämmeriche in französischer Sprache. Hatte schon seit einiger zeit Mail- und Forumkontakt mit einem Gleichgesinnten aus Montpellier und der hat mich gedrängt, doch meine Reportage auch in Französisch zu posten. Hab vorerst versucht, den Frenchies die deutsche Version hier schmackhaft zu machen, sie waren aber nicht sonderlich begeistert davon...
Hier die Links:
http://boardstech.free.fr./shape/rb1/rb1.html
http://www.directwind.com/forum/forum-t31958,reportage-de-shape.html
Ich glaube, die einzige Möglichkeit, dass du mal eines meiner Boards testen könntest, wäre ein Treffen in Fuerte. Bin vom 9. Juli bis am 6. August unten. :D :D Also... an mir solls nicht liegen, ein kühles Tropical auf der Terrasse mit Blick aufs Meer ist selbstverständlich im Service inbegriffen;)
Gruss
Robi
FloHBrand
06.05.2007, 21:48
@ Robi: Auch von mir Herzlichen Glückwunsch zum neuen Brett. Vielen Dank das du uns so ausführlich am Brettbau hast teilhaben lassen. Deine "Reportage" habe ich immer gerne gelesen.
Gruß Florian
Heute endlich Wind und Zeit zum Stapellauf und zur Jungfernfahrt.
Bin mit den Fahreigenschaften sehr zufrieden. Im Vergleich zu meinem alten Flautenschleicher (Freeride 255*70, Jg 04) fährt der Neue spontaner los. Gleitgrenze etwas nach unten versetzt (bei gleichem Rigg und gleicher Finne). Der Wind war sehr böig (schätze 2 - knapp 20 Ktn), für das 7.6er manchmal an der oberen Grenze, zwischendurch Löcher zum Abwinken. Im Mittelwindbereich ist das Board deutlich schneller (Vergleich zu Kollegen mit gleichem Material wie im Vorjahr), vermag kleine Löcher besser durchzugleiten. Schlaufenposition stimmt. Dafür sind die Halsenradien etwas grösser. Mindestens bis jetzt, muss mich noch ein bisschen an das breitere Heck und die recht lange, plane Gleitfläche gewöhnen.
Fazit: Kann die alte Planke getrost verkaufen. ;)
Gruss
Robi
PS: Das 7.6er - Rigg (inkl. 100% Carbonmast und Gabel) habe ich in Fuerte Kevin Pritchard abgekauft, es passt ausgezeichnet zur 38er Finne! Hatte nur bei zu wenig Zug kleine Seitrutscher, bei normalem und gutem Druck perfekter Halt. Man kann gut Höhelaufen.
Hi Robi!
War denn was Anderes zu erwarten ;)? Sieht echt spitze aus :) Freut mich das es auch so fährt, wie es aussieht. Samstag gehts dem kaputten Board an den Kragen, hoffe bin Montag Abend damit fertig. Dann werden die restlichen Klausuren geschrieben. Danach fang ich mit dem Freestyle an :) Freu mich schon!
Aloha
Björn!
PS: Das 7.6er - Rigg (inkl. 100% Carbonmast und Gabel) habe ich in Fuerte Kevin Pritchard abgekauft, es passt ausgezeichnet zur 38er Finne! Hatte nur bei zu wenig Zug kleine Seitrutscher, bei normalem und gutem Druck perfekter Halt. Man kann gut Höhelaufen.
Hallo
was bezahlt man für so ein Rigg????ca.........:cool:
tschüss dirk
Musste 700 ? dafür bezahlen. Fand ich für praktisch neues Material ein Schnäppchenpreis:D . KP sagte, er sei froh für jedes kg, das er nicht wieder nach Hawaii schleppen müsste. Da waren die paar Scheinchen handlicher:tongue: .
Gruss
Robi
Totti-Amun
05.07.2007, 10:25
Huhu Robi,
bist Du das Board inzwischen mal ausgiebiger gefahren?
Grüße
Totti
Huhu Robi,
bist Du das Board inzwischen mal ausgiebiger gefahren?
Grüße
Totti
Aber sicher. Wir hatten zwar einen miseraben Juni-Wind (ist sonst der beste Monat bezgl. Thermik bei uns), bin aber trotzdem ca. 10 x aufs Wasser gekommen.
Bin mit 7.6 oder 6.3 gefahren, immer mit der gleichen Finne. (Deb SL 1 38cm) Habe mich an das Board angewöhnt. Finde es nun auch zum Halsen gut, dies auch bei (für die Board- und Segelgrösse) viel Wind. Dank dem doppelkonkaven Bug setzt es auch recht sanft im Kabbelwasser ein. Fazit: rundum zufrieden.:)
Bin aber trotzdem froh, nächstens auch wieder bei konstant gutem Wind auf kleinerem Material aufs Wasser zu gehen.:D ;)
Gruss
Robi
Sieht man dich in Fuerte?
Powered by vBulletin® Version 4.1.12 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.