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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fredstyles Custom Speed 44 Rev.2



robi
26.08.2010, 21:00
IDann gabs aber doch noch ein bisschen Wind...

Vollerwiek/D Fredstyles Custom Speed 44 Rev. 2 / The Loft Blade 5.6 / Lessacher Rake 30 22cm

Gruß
Fred

Moin Fred

Boaaaahhh! Das nenn ich mal eine Vorlage;). Gratuliere dir zum Hammerspeed! Bist schon bald nach J.Lewis der schnellste Shaper..:D

Was heisst eigentlich "Rev. 2"? Rev. für revolutionär oder revidiert oder Revanche oder Revolverschnell, oder...?

Gruss aus der ewigen Flaute
Robi

Fredstyles
26.08.2010, 21:53
Hi Robi,

vielen Dank. Kann mich immer noch riesig darüber freuen. Eine tolle Entschädigung für die ansonsten total verkorkste Saison. Hatte einfach auch mal das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein, wobei mich immer noch der Gedanke quält, ob morgens für mich nicht vielleicht sogar auch die 40 average drin gewesen wären. Abends waren wir nur zu Dritt auf dem Wasser. Ich bin mal gespannt, was der 3. Mann, der auch in unserer Forenwertung mitmischt, posten wird.

Ja, bei der vielen Flaute hatte ich ja viel Zeit, das Brett noch zu revidieren. Ich hab das V nochmal deutlich reduziert und nach meinen Erfahrungen aus Großenbrode die Mastbox um eine ganze Mastboxlänge nach hinten versetzt und die schwere Chinook gegen eine Carbonbox ausgetauscht. Die Mastbox wird aber wohl doch wieder auf Wanderschaft zum Bug gehen müssen, um auch ein 6.3er (was noch angeschaffft werden soll) sinnvoll einzusetzen. Alternativ erwäge ich einen Neubau, der unter 4,5 kg liegen soll.

Jetzt steht aber erstmal ein Slalomrenner an, der hoffentlich nach den Herbstferien einsatzbereit ist.

Wie lief es denn bei Dir speedmäßig so in Fuerte? Habe nur eine Zeit von Deinem Sohn gefunden, die wohl auch kein PR war. Das kann doch nicht wirklich an Deinen Shapekünsten gelegen haben?

Gruß aus dem Norden

Fred

Pat520i
26.08.2010, 22:05
Hui, sehr interessante Details bzgl. der Shapeänderungen. Gerade das mit der Mastbox finde ich extrem spannend.

Ich ändere zwar immer mal etwas an der Mastposition, aber so krasse Änderungen wie du bei deinem Shape jetzt vorgenommen hast sind ja wirklich selten. Was waren die Gründe für so extreme Änderungen?
Ich meine bei meinem Manta54 differiert meine verwendete Mastfussposition unabhängig vom Segel (von extremen Ausnahmen mal abgesehen) vielleicht im Bereich von 3cm. Die Mastbox den Falcon Speed ist deutlich länger und die Änderungen fallen etwas drastischer aus. Hier habe ich den Sweetspot noch nicht unbedingt gefunden, aber nach den bisherigen Test werden die Variationen auch im Bereich von maximal 5cm bleiben. Und das jeweils über alle Segelgrößen gesehen.

Reagiert dein Shape jetzt so "träge" auf Veränderungen des Mastfusses, sprich die Veränderung muss sehr groß sein oder waren beide Posiitionen in denen du die Box bislang hattest im Prinzip "Käse"?
Beides würde mich ehrlich gesagt überraschen...bin sehr gespannt auf die Antwort!!!

Fredstyles
26.08.2010, 22:30
Hallo Pat,

leider habe ich das akribische analytische Vorgehen, das Dich besonders auszeichnet, noch nicht hinreichend entwickelt. Ich versuche jetzt mal, mein Bestes zu geben.

Ich bin bei meinem kleinen Brett nach wie vor auf der Suche nach dem Sweetspot für Mastbox und Schlaufenposition. Ich weiß von mind. einem Falconspeedfahrer, der das selbe Problem hat. Bei Mastfußänderungen von 1cm hab ich einfach keine Wirkung feststellen können. Ich hatte in Gbrode aber stets das Gefühl viel zu viel Brett im Wasser zu haben. Video hätte mir geholfen. Während die anderen ihre Mastfüße bei Hack nach vorne geschoben haben, brachte bei mir eine Handbreit nach hinten dann satte 2 Knoten mehr. Dann las ich, dass sich ein US-Speeder sein CA44 auch mit rückversetzter Mastbox bestellt hat. Kurzerhand wurde bei mir die ehemals hinterste Position zur neuen Frontposition. In Vollerwiek dann die Ernüchterung. Mit Mastbox in Mittelposition stallte das Brett. Aber woran lags? Ich hatte ja den dämlichen Fehler begangen, gleichzeitig zwei weitere Variablen zu verändern. Weniger V und eine neue engere rückversetzte Schlaufenposition. Vor Ort konnte ich dann nur noch probieren den Mastfuß ganz nach vorne zu schieben, was deutlichen Kontrollzuwachs brachte. Ich hätte den MF gerne weiter vorgeschoben, doch leider war die Box dagegen. So weit meine Beschreibung, wie man NICHT vorgehen sollte. ;) :D

Pat520i
26.08.2010, 23:13
Super, danke für die ausführliche Antwort.

Ich kann dein Vorgehen abgesehen davon, dass du zwei Variablen verändert hast, sehr gut nachvollziehen.
Was mich wirklich sehr überrascht ist, dass eine 1cm Änderung keine Wirkung zeigt, aber gut, dass kann ja am Shape liegen. Dein Shape und die CA allgemein sind ja wirklich out of the line.

Die Veränderungen hinsichtlich der Windstärke sind immer so eine Sache. Zuviel Brett im Wasser ist immer Mist, aber man benötigt ja auch Kontrolle, immer sehr schwierig, die Finne spielt da auch noch mit. So ganz abwegig ist es aber nicht, dass du mit einem Mastfuss weiter hinten auch bei mehr Wind schneller wirst. Wenn ich gerade an einen Spot wie GB denke, da ist der Kurs ja in der Regel nicht wirklich Down- sondern eher Halbwind. Für Highspeeds musst du also vom Flachwasser in den Chop. Der Mastfuss weiter hinten gibt die einen viel höheren Entrancespeed in den Run. Dafür bleibt das Board im Chop nicht so lange kontrollierbar. Das Resultat kann aber schon ein besserer Speed sein. Man darf ja nicht vergessen, dass auch bei viel Wind der Mastfuss sehr weit hinten bleiben kann, vorausgesetzt das Wasser ist flach.
Der letzte Punkt hat mir z.B. wahrscheinlich auch in Ouddorp Haven, wenn ich es im nachhinein betrachte, etwas Speed gekostet. Als der Kurs besser wurde bin ich weiterhin mit der Kontrolleinstellung gefahren...
Aber wie gesagt, man darf beim Zusammenhang Mastfussposition Kontrolle und Board fliegen lassen die Finne nicht vergeessen. Ich stehe da z.B. total auf neutrale Finnen, hier nimmt die Finne noch den geringsten Einfluss auf die Mastfussposition, oder zumindest unterstützt eine solche Finne nicht die Auswirkungen von Chop.

Alles in allem kann ich je nach Einsatzbereich auch gut verstehen, wenn jemand die Mastbox weiter hinten haben möchte. Wenn bei dir nun kleine Änderungen an der Mastfussposition nur kleine Auswirkungen haben ist es je nach Länge der gesamten Box natürlich in der Tat erstmal super schwer eine richtige Position im Board zu finden, geschweige denn den genauen Sweetspot.
Das allerdings bei einem Falcon Speed die Suche nach dem Sweetspot sehr schwierig sein soll ist mir neu. Ich wusste von NP Ridern, dass sie bei Ihnen so ziemlich bei 132 ist (bei dem Board sind die Zahlen direkt an der Mastbox aufs Deck gedruckt). Mein aktueller Versuchsbereich geht von 130-135, wobei es nicht unrealistisch ist, dass ich mit den Blades etwas weiter nach hinten gehen kann.

Ein verdammt guter (wie natürlich nicht anders zu erwarten) Boardtrimm ist bei den Videos von Jacques vd Hout zu erkennen. Am deutlichsten erkennt man es bei den Videos aus La Franqui. Das Board schwebt nahezu übers Wasser. Man denkt er surft absolut am Limit, aber dennoch behält das Board die Position über eine fast unendlich lange Zeit... http://www.youtube.com/user/JacquesvanderHout

PS: Veränderungen der Schlaufenpositionen sind für mich ein Buch mit 7 Siegeln...

Pat520i
26.08.2010, 23:14
Sollen wir das Thema absplitten und in den Thread packen wo du dein Board vorgestellt hast?

Fredstyles
26.08.2010, 23:56
Sollen wir das Thema absplitten und in den Thread packen wo du dein Board vorgestellt hast?

Da hab ich nichts gegen. Vielleicht krieg ich sogar noch ein Vorher/Nachher -Bild hin.

Fredstyles
27.08.2010, 00:09
Die Schwierigkeiten beim Trimm rühren doch daher, dass man mit dem kleinen Zeug viel zu wenig aufs Wasser kommt, isoliert fährt, ohne Feedback oder Vergleiche mit Dritten. Ich bin jetzt natürlich gespannt, wie mein Speed künftig in Großenbrode aussehen wird. Ich vermute, dass die FS-Position bei mir den größten Effekt gebracht hat. Und dabei ist der Stance immer noch zu weit. Die vorderen könnten noch ein bisschen zurück.

Fredstyles
27.08.2010, 19:51
Vorher - Nachher

Pat520i
27.08.2010, 20:05
Hui, bei dem vorher nachher Vergleich sieht man erstmal wie weit der Stance vorher war...

Wenn du die FS jetzt nochmal änderst , sprich die vordere weiter nach hinten wird das mit der Mastbox natürlich wieder so eine Sache wo die hin gehört...

Fredstyles
28.08.2010, 00:51
Hui, bei dem vorher nachher Vergleich sieht man erstmal wie weit der Stance vorher war...

Wenn du die FS jetzt nochmal änderst , sprich die vordere weiter nach hinten wird das mit der Mastbox natürlich wieder so eine Sache wo die hin gehört...

Vermutlich an ihre ursprüngliche Position. :rolleyes:

Ich konnte mir damals einfach nicht vorstellen, dass mir ein enger Stance ausreichend Sicherheit vor catapults bietet. (Typisch oldschool) Dabei hatte ich auch die besondere Anfälligkeit dieses Shapes für Änderungen der Schlaufenpos. übersehen.

Wie dicht stehst Du eigentlich auf Deinen Boards (gemessen jeweils von/bis Schlaufenmitte)?

Pat520i
28.08.2010, 01:21
Ob wirklich komplett an die ursprüngliche Position wäre ich mir nicht ganz sicher. Vom Bauchgefühl her würde ich sagen bau die Box genau zwischen dem aktuellen und dem ursprünglichen Platz ein.

Wie breit stehe ich, keine Ahnung, ich messe morgen mal nach. Ich habe wie gesagt nichts besonderes bei meinen Fussschlaufenpositionen. Ich hab die Schlaufen montiert und war direkt zufrieden. Ich bin mir fast 100% sicher, dass ich beim Manta54 die Hinteren im hintesten Plug und die Vorderen entsprechend auch im hintersten Plug habe. Dementsprechend also alles wie gedacht...

Aber zu den Fussschlaufen mal eine interessante Randstory:
Ich bin über 1Jahr mit meinem JP nicht mehr mit GPS gefahren. Allerdings bin ich das Board durchaus gefahren, aber dann in gemäßigter Welle. Zudem bin ich auch Tottis Glider 105 gefahhren. Beides ging total gut, war sehr angenehm.
Naja, dann habe ich, weis gar nicht mehr wieso, dieses Jahr nochmal das 6.8 auf das JP gepackt und hab mal schnell ein paar Runs gemacht. Ich hab mich dermaßen unwohl gefühlt. Total krass. Der Druckpunkt des Segels war hinsichtlich der Körperposition in den Schlaufen überhaupt nicht da wo ich ihn erwartet habe. Ich bin mir vorgekommen wie auf rohen Eiern. Und das lag in erster Linie auch am Abstand zwischen den Schlaufen!
Zwischen Falcon Speed und Manta54 merke ich hingegen gar keinen Unterschied.

Was hat das mt dem Thema zu tun:
Wie ich schon sagte, ich finde man muss sich wohlfühlen, wenn man in den Fussschlaufen steht. Insofern messe ich natürlich gerne mal nach wie weit die Schlaufen bei mir auseinander sind, aber ich würde an deiner Stelle als Maßstab den Abstand nehmen den du bei deinem Leichtwindspeedboard hast, auf dem hast du dich ja sofort wohlgefühlt.
Man liest zwar oft, dass man zum Speedsurfen einen etwas anderes Abstand der Schlaufen verwendet als beim Slalom (gerade beim Manta54 haben einige sich einen zusätzlichen Plug eingebaut), aber nach meinen bisherigen Erfahrungen glaube ich, dass die Differenz sehr klein, wenngleich merklich ist.

Fredstyles
28.08.2010, 10:11
Ja, beim großen Brett konnte ich von den Erfahrungen mit dem 44er profitieren. Dort gelang die Platzierung auf Anhieb, vordere und hintere Schlaufen sitzen jeweils in den Mittelpositionen. Im Nachhinein hab ich mich wieder geärgert, weil ich jetzt unnötigerweise die schweren 5-Loch-Plugs spazieren fahre. Beim 55er lehn ich mich nach hinten und falle automatisch in eine locked-in-Position. Beim 44er ist's einfach noch nicht genügend ausbalanciert.

Ich bin schon gespannt, ob sich die Abstände bei Manta und Falcon unterscheiden. Könntest Du mir evtl. auch noch verraten, an welcher Position zur Finne sich bei Dir der hintere Fuß befindet? Beim 55er (Caspar/Sonntag SL-S) liegt der kleine Zeh bei mir auf Höhe der Anströmkante. Beim 44er hab ich wegen der Rake30 eine um 2cm zurück versetzte Position gewählt. Allerdings haben 44 und 55 zwar in etwa die gleiche SRL bzw. UW, aber der 44er hat vergleichsweise weniger Volumen im Heck.

Mein Ziel ist es, nur auf jeweils eine optimale Brett-/Segel-/Finnenkombi hinzuarbeiten. Jetzt ist die Frage, ob ich beim 44er von den momentanen Positionen aus (immerhin gut für über 40 Kn max. aber instabil) weiter arbeite oder - Deinem Vorschlag folgend - auf 55er Positionen resette. Dabei hat der 44er, wie erwähnt, eine etwas andere Volumenverteilung (und Outline), außerdem möchte ich dort vorerst nicht auf die Rake30 verzichten, da sie m.E. in punkto Brettkontrolle über die größten Reserven verfügt.

Im Übrigen fand ich Deine Ausführungen zum JP-Fahrgefühl und dem Zusatzplug im Manta 54 sehr interessant. Ich hab darüber noch nie etwas gelesen, vermutlich mangels Kontakt zu holländischen Szene. Worin liegt denn danach der Untschied zwischen Slalom- und Speedposition?

Pat520i
28.08.2010, 18:56
Okay, ich bin mal messen gegangen und hab auch direkt Bilder gemacht, damit wir nicht aneinander vorbei reden.

Vornweg, SRL hab ich keine Ahnung was es bedeutet...

Also Manta54:
Abstand von der hinteren Schlaufe zur vorderen beträgt 37cm.
Abstand vom Heck zur hinteren Schlaufe beträgt 16,5cm.
Abstand vom Heck zur Finnenbox beträgt 9cm.

Falcon Speed:
Abstand von der hinteren Schlaufe zur vorderen beträgt 35cm.
Abstand vom Heck zur hinteren Schlaufe beträgt 13cm.
Abstand vom Heck zur Finnenbox beträgt 8cm.

Wie ich schon angedeutet habe befinden sich die Schlaufen beim Manta alle im jeweils hintersten Plug. Beim Falcon Speed ist das nicht so, welches Plug ich da genau verwende kann ich nicht sagen. Mir ist wieder eingefallen, dass ich die Schlaufen gar nicht selbst montiert habe. Ich habe das Board mit freundlicher Unterstützung von Erik Loots bekommen und er hat mir auch gleich die Schlaufen montiert. Da ich mich damit wohl gefühlt habe gab es für mich keinen Grund etwas daran zu ändern.

So und zum Thema extra Plug musste ich echt wühlen, aber mein Gedächtnis war auf der richtigen Fährte. Es gibt einige die für die vorderste Schlaufe zusätzliche Plugs eingebaut haben um auf diese Weise die vordere Schlaufe etwas nach hinten zu bekommen. Somit wird der Stance natürlich schmaler. Es geht darum, dass die Gewichtsverteilung im Downwindrun so besser wird. Man spricht so in etwa von 3-4cm, d.h. der Stance wird dann sogar noch etwas schmaler als beim Falcon Speed.

Joa, soviel zu den Fussschlaufen.
Bei der Mastbox kann ich dir mit Daten leider nicht dienen, da beide Board unterschiedlich lang sind und der Shape doch sehr unterschiedlich ist, macht es wenig Sinn hier die jeweiligen Daten zu betrachten.

Pat520i
28.08.2010, 19:00
Okay, noch drei Bilder...

Fredstyles
28.08.2010, 19:22
Hallo Pat,

vielen Dank. SRL soll Scoop-Rocker-Line heißen. Wenn Du Dein Material noch parat hast, könntest Du dann wohl nochmal von Schlaufenmitte hinten quer rüber zu Schlaufenmitte vorne messen? Hätte dann einen exakteren Vergleich. Ein sehr enger Stance war mir bereits bei Manfred Merles Brett aufgefallen. Hab da zwar mal gemessen, aber leider nicht notiert. Ich geh auch gleich mal meine Bretter nachmessen.

robi
29.08.2010, 12:22
Wie lief es denn bei Dir speedmäßig so in Fuerte? Habe nur eine Zeit von Deinem Sohn gefunden, die wohl auch kein PR war. Das kann doch nicht wirklich an Deinen Shapekünsten gelegen haben?

Gruß aus dem Norden

Fred

Hallo Fred

Speedmässig ist leider auch heuer nicht viel dazugekommen. Die einzige einigermassen versprechende Session habe ich bereits beschrieben: sehr böig, von viel Wind für 4.7 bis praktisch 0 bft. Habe dabei 36,81 Ktn max V und 33,41 die 10s average. Das Problem dabei war, dass man bei wenig Abstand zum Strand und gleichzeitigem Windloch höllisch aufpassen musste, nicht mit einem 60er auf den Sand anzuluven. Die Verbesserung ist deshalb im Vergleich zum Frühling nur mariginal, brauche unseren Doc deswegen nicht zu bemühen. Zu den Shape- gesellen sich ja auch noch die Fahrkünste. Hier sehe ich noch die grössten Steigerungsmöglichkeiten.
Da ich zusätzlich nur dann zum Speedmaterial greife, wenn es für das Waveboard gar keine Bedingungen hat, fehlt mir die Übung bei nicht allzu optimalen Verhältnissen. Aber nächstes Jahr ist bereits gebucht, was solls....:D

@ Mastspur im 48er Speedboard: ich habe Juniors Planke mit nach Hause genommen um genau die gleiche Operation vorzunehmen, die hier diskutiert wird: Mastspur versetzen. Diesmal jedoch nach vorne. Mit dem 5.5er TR-1 ist die Geometrie Finne-Schlaufen-Mastspurposition ausbalanciert, mit dem TR 4 (breite Masttasche) hingegen nicht! (gleiche Specs bei beiden Segeln!) Ich fahre meine Mastposition bei 133,5cm vom Heck beim TR 1, für das TR 4 stimmt dies einfach nicht, 3cm weiter Richtung Bug sind optimal. Die kurze Chinookbox liegt nun jedoch zu weit hinten. In meiner (fast) identischen Planke habe ich die Box ja schon vor zwei Jahren versetzt. Ist nun prima im Trimm auch mit 6.3. Das Herumpröbeln lohnt sich auf alle Fälle, ein entspannter Stance verleiht Sicherheit.

Wünsche dir weitere so grandiose Bedingungen und Zeiten
Gruss
Robi

Pat520i
30.08.2010, 20:57
Hallo Pat,

vielen Dank. SRL soll Scoop-Rocker-Line heißen. Wenn Du Dein Material noch parat hast, könntest Du dann wohl nochmal von Schlaufenmitte hinten quer rüber zu Schlaufenmitte vorne messen? Hätte dann einen exakteren Vergleich. Ein sehr enger Stance war mir bereits bei Manfred Merles Brett aufgefallen. Hab da zwar mal gemessen, aber leider nicht notiert. Ich geh auch gleich mal meine Bretter nachmessen.

Ich kann morgen gerne nochmal messen, was genau willst denn haben. Einfach den Abstand von Schlaufenmitte hinten bis Schlaufenmitte vorne oder von der Mitte der hinteren z.B. backbord Schlaufe zur Mitte der entsprechenden vorderen Schlaufe?

Nochmal kurz allgemein zu Abstand. Gerade auch wenn du Manfred Merle ansprichst. Hier würde mich z.B. interessieren was du unter "sehr eng" verstehst. Es ist ja absolut klar, dass man beim Speeden einen relativ geringen Abstand zwischen den Schlaufen benötigt. Bei tiefen Dowinwindkursen rutscht man sonst aus der vorderen Schlaufe raus.
Es ist für mich mit dem Manta54 gar kein Problem bis 45° Downwind zu gehen (also 135° dann), zumindest nicht wenn genug Wind ist. Mit dem Falcon Speed sind solch tiefe Kurse vielleicht vom Stance etwas angenehmer und durch die etwas engeren Schlaufen wird auch ein noch tieferer Kurs ermöglicht.
Aber mal ehrlich:
Wer ist denn überhaupt in der Lage 140° oder nochmehr zu fahren, das sind doch die allerwenigsten. Man ganz davon abgesehen davon, dass die Tage die einen solchen Kurs erfordern soooooooooooo selten sind... Insofern kann ich auf Anhieb nicht erkennen, warum man z.B. auf einen 30cm Abstand gehen sollte. Ich bin gespannt ob da irgendwer noch zusätzliche Argumente hat!

PS: Was ist denn aus den Messungen bei deinen Board geworden?

Fredstyles
30.08.2010, 23:04
Hi Pat,

ich messe den Stance vom höchsten Punkt der Heckschlaufe zum höchsten Punkt des Frontstraps der selben Seite. Nach den goldenen Trimmregeln sollte diese Distanz etwa der Länge vom Ellbogen zur Spitze des Mittelfingers betragen. Bei mir wären das 50cm. Bin sehr interessiert zu erfahren, wie die Soll- und Istwerte bei Dir aussehen.

Unter 'sehr eng' verstehe ich alles, was sichtbar unter diesem Standardmaß liegt. Beim Bau des ersten Brettes hab ich mich nicht hinreichend mit der Stanceproblematik beschäftigt. Für mich galt bis dahin die Regel, je breiter der Stance, desto mehr Kontrolle, vielleicht weil ich noch aus einer Zeit stamme, in der man - fast im Spagat stehend - den vorderen Fuß kraftvoll gegen den Mastfuß stemmte.

Zu meinen Messungen:

Beim Großen hab ich einen Stance von 60 cm gemessen. Der hintere Fuß schließt an die Finnenvorderkante an (Standardsetup). Ungewöhnlich die Mastposition mit 123,5 cm. Glücklicherweise hab ich hier noch Spielraum zur Verringerung des Stances und bei der Verschiebung der Mastposition nach vorn.

Das Kleine hat 55 cm Stance. Der hintere Fuß sitzt jedoch deutlich weiter hinten, vergleichbar dem FalconSpeed. Die Mastposition war bei 128 cm. Hier sind die Trimmmöglichkeiten momentan begrenzt. Der Stance lässt sich nur durch Vorschieben der hinteren Schlaufe verkleinern. Bei der Mastbox ist bei 130 cm finito.

Was würdest Du in dieser Situation verändern? Ich hab beim Kleinen vorerst nichts an den Positionen geändert, aber dafür auf Dakine Primo ohne Neoprenhülle umgestellt. Ich vermute, dass die schwammigen Leichtschlaufen einen großen Anteil an meinem Unbehagen hatten und will erst mal so probieren. Für den Winter peile ich mal vorsichtig den Neubau eines Speedboards der gleichen Größe an.

Geändert hab ich dafür beim Großen, in dem ich die vordere Schlaufenposition zurückversetzt habe und nun einen Stance von 55 cm habe.

Die Frage, wie viel Downwind möglich bzw. sinnvoll ist, stellt sich mir vor allem in Großenbrode. Halbwind im absolut flachen Wasser am Kai langbügeln oder downwind in den Chop abdüsen? Ich hatte zuletzt mit der letzteren Methode bessere Speeds, jedoch wohl dadurch begünstigt, dass es sich um kurzfristige Böen handelte, die den Chop erträglich hielten.

Gruß Fred

Pat520i
31.08.2010, 02:11
Gut, neuer Tag, ich hab wieder gemessen :D

Wenn ich wirklich von Schlaufenmitte zu Schlaufenmitte messe, dann sind es beim Manta 58cm und beim Falcon 55cm.
Also schon recht ähnlich wie bei dir. Wobei man natürlich nicht ganz außer Acht lassen darf, dass die Boards bei mir in der Breite lediglich 6cm auseinander sind, bei dir sind es hingegen 11!
Ich denke deine Änderung beim Großen auf 55 wird hinsichtlich des Speeds ganz angenehm sein, vielleicht wird das Gefühl beim Halsen etwas schlechter, gerade weil die Vorderen etwas nach hinten gerutscht sind.

Ich glaube bei dieser Ausgangslage würde ich an den Schlaufenpositionen nichts ändern, es sei denn du fandest den Stance schlecht. Ich glaube aber eher nicht, dass das nicht vorhandene "locked Gefühl" vom Stance kam. Du darfst ja nicht vegessen, dass die Mastfussposition nicht nur Auswirkungen auf den "Freiheitsgrad" des Boards hat sondern ganz extrem auch Auswirkungen darauf wo sich der Druckpunkt des Segels in Relation zu deinem Stand befindet. Ich für meinen Teil denke das war der Grund für das komische Gefühl.
[Verdammt nochmal, für scheisse gefühlt warst aber echt schnell, vielleicht sollte ich mich auch mal scheisse fühlen...]

Grundsätzlich besteht beim Großen ja eigentlich kein Bedarf irgendwas zu ändern, oder? Ich meine wenn du mit dem Feeling zufrieden bist und Kontrolle hast ist ja gut. Du hast noch etwas Spielraum beim Verstellen des Mastfusses, insofern kannst du noch wirklich nach dem optimalen Trimm suchen. Natürlich unter der Voraussetzung, dass der veränderte Stance nicht auch hier eine deutlich weitere nach vorne gerichtete Mastfussposition fordert. Ansonsten ungewöhnlich hin oder her, grundsätzlich sehe ich keinen Grund da rumzuspielen, wenn würde die Box nach vorne gehen, aber warum wenn nicht zwingend nortwendig.
Wenn du nun bei dem 55er Stance dann doch Probleme feststellst, kann du ja immer noch eingreifen.

Beim Kleinen bleibt dir ja eigentlich gar nichts anderes übrig als die Mastbox wieder zu verschieben. Vor allem wenn vielleicht auch mal ein 6.3er dadrauf gefahren werden soll. Ich weis nicht genau wie lang die Box ist, aber vielleicht kann man ja bei 126 beginnen?
Grundsätzlich gibt es hier ja verschiedene Gedankengänge, die auch unterschiedliche Handlungen mit sich bringen würde. Die Frage dafür wäre aber was das du genau unangenehm empfandest. War es das extreme Liften des Boards, ein Katapultgefühl, ein Überziehen des Segels. Alles ist nicht angenehm und bringt auch alles aber keine locked Position mit sich...
(Ich hab hierzu eine kleine Idee, gerade wo du geschrieben hast du kommst von einem sehr breiten Stance, aber das will ich noch nicht schreiben sondern erstmal hören was du meinst.)

Pat520i
31.08.2010, 02:14
Ich trenn die Beiträge mal, damit nicht alles so unübersichtlich wird...

Warum willst du evtl. noch ein Speedboard bauen, bist du mit dem jetztigen nicht so 100% zufrieden oder soll es vielleicht ein anderes Konzept sein?
Die verschiedenen Konzepte die aktuell auch dem Markt sind finde ich persönlich sehr spannend, alle funktionieren ja irgendwie und dennoch sind die Unterschiede zum Teil wirklich extrem...i
...ch hab mich just for fun auch mal Gedanken gemacht was ich so für mich machen würde, wenn ich die freie Wahl hätte...

Pat520i
31.08.2010, 02:22
Naja, als letztes dann zum Thema wieviel Downwind, das gehört ja eigentlich in die Ecke Fahrtechnik, na egal...

Erster Punkt ist wieviel Wind ist und zweiter ist, was findet man noch angenehm. Also ich komme bis 135° bei ausreichend Wind noch klar, wobei mein Favourite so 130° sind, irgendwann hab ich dann kein gutes Gefühl mehr.
Im Endeffekt ist Downwind immer schneller als Halbwind, zumindest bei 10sec. Runs. Bei 500m sieht das anders aus, 500m in den Chop ballern ist zum Scheitern verurteilt...Der Zauberwort heißt Slingshot. Auf Halbwind Speed aufnehmen und bei der dicksten Böe brutal auf Downwind ziehen und mit der Böe mitgehen. Ka, ich kann das nicht besser beschreiben, Dirk Doppenberg hat bei Youtube dazu ein paar nette Videos, aber auf holländisch, ansonsten ist aber auch das La Franqui Video ganz gut um das zu erkennen...
Wenn der Wind super stark ist muss man nicht unbedingt Knall auf Fall 30 oder mehr Grad abfallen, dann macht es evtl. Sinn weniger abzufallen und über eine längere Strecke das flache Wasser zu nutzen. Bei weniger Wind und starken Böen aber wirklich abschießen in den Chop. Die Kunst besteht dann darin den Lauf durchzubekommen, d.h. nicht nach 7 oder 8 Sekunden abbrecken zu müssen wegen Kontrollprobleme.
Wie ich schon sagte, der richtige Trimm für solche Bedingungen ist naja...try and error :D

Fredstyles
31.08.2010, 18:06
Hi Pat,

danke fürs Nachmessen. Bin erst einmal erleichtert.

Richtig, beim Großen sehe ich momentan auch keinen Bedarf groß etwas zu ändern.

Zu dem Kleinen: Du bringst es auf den Punkt. Was genau habe ich eigentlich als unangenehm empfunden? Das Liften war mit der MF-Verschiebung von 124 auf 128 nicht mehr spürbar. Ich hätte trotzdem meinen Run gern mal auf Video gesehen, um das besser beurteilen zu können. Geil wäre auch eine Anzeige auf dem Deck, die mir die Gleitlage anzeigt. Katapult glücklicherweise Fehlanzeige, Überziehen? Hm, ich weiß nur, dass beim schnellsten Run alles anders war. Ich stand viel aufrechter, das Segel extrem weit offen. Hätte nie gedacht, dass ich in dieser 'Grundstellung' so schnell werden würde. Das Unangenehme war die Tendenz des vorderen Fußes, nach hinten/oben aus der Schlaufe zu rutschen. Habe die Zehen nach oben gekrallt, der Fuß hatte keinerlei Brettkontakt mehr, sondern wurde nach oben in die zu weiche Leichtschlaufe gepresst. Ähnliches hatte ich auch schon mit dem Großen erlebt.

Wie schafft man da nun Abhilfe? Auf den ersten Blick würde ich sagen, der vordere Fuß muss zurück. Nur wie verändert sich dann die Riggposition? Ebenfalls nach hinten, um den Druckpunkt wieder zwischen die Beine zu bringen oder nach vorne, um den zunehmenden Lift zu kompensieren? Außerdem muss ich die fahrbaren Kurse und den Windbereich berücksichtigen. Ich hab mich erstmal nur für andere Schlaufen entschieden. Zweite Option ist dann eine Verringerung des Stances, jedoch durch Verlagerung der hinteren Schlaufenposition nach vorn. (mangels anderer Optionen).

Bin höchst gespannt auf Deine Idee. Hast mich allein durch diese Aussage ebenfalls zu einer Idee inspiriert. Schreibe dazu gleich mal was in einen separaten Neubau-Beitrag.

Edit: Ich hab vergessen zu erwähnen, dass ich trimmmäßig noch andere Baustellen habe (Gabelhöhe, Tampenlänge, Tampenpos. [fahr ich gern etwas weiter vorn]) und bin da auch für Anregungen dankbar.

Fredstyles
31.08.2010, 18:26
@Neubau

Ich würde gerne noch - basierend auf dem jetzigen Design - einige Dinge ausprobieren. Weil man nicht weiß, wie das ausgehen wird, ist es gut, wenn man etwas Bewährtes als Backup hat.

Bleiben wird auf jeden Fall die durchgescoopte Rockerline und das V. Ändern soll sich die Outline, die im Tail spitzer zuläuft deutlich weniger Fläche hat und auch in der Bugpartie schmaler sein könnte. Die Abrisskante am Tail soll steiler werden. Sie ist beim alten Brett einfach zu wavig geraten. Die Finbox wird auch noch nach hinten wandern. Meine Idee wäre ein Hump oder besser noch ein verstellbares 3D-Pad, das speziell dem vorderen Fuß mehr Halt auf raumen Kursen gibt, ohne Halbwind groß zu stören.

Dann gibts ja noch eine weitere Frage, die ich mir stelle, nämlich die Frage nach dem idealen Speedboard für ein 6.3er Segel? Gibts das überhaupt oder ist ein Brett der 45cm Klasse sogar das Optimum für eine Range von 5,5 bis 7,0?

Pat520i
31.08.2010, 18:43
Okay, wenn das Liften bei 128cm nicht mehr spürbar war, d.h. die Nose nicht extrem aufgestiegen ist, dann ist das zumindest schonmal ein guter Ansatzpunkt.

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Kleine Zwischenfrage:
Du fährst ja auch das The Loft Blade. Bist du das Segel extrem bauchig gefahren oder hast du etwas Spannung am Achterliek gehabt? Ich finde nämlich, dass Zug am Achterliek zwar allgemein die Kontrolle bei totaler Überpower erhöht und vor allem auch etwas Lift wegnimmt, aber im Gegenzug finde ich wird das Segel etwas zickig und es ist relativ schwer das Segel locked zu bekommen.
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Weiter im Text...ich hätte ehrlich gesagt drauf getippt, dass du manchmal die Katapult Tendenz gehabt hättest. Das hätte nämlich extrem gut zu deiner Aussage der "alten" Fahrtechnik viel Druck auf dem vorderen Fuss gepasst. Aber gut, das ist schonmal nicht der Fall gewesen (wobei Druck auf dem vorderen Fuss beim Slingshot gar nicht falsch ist, aber das ist ein anderesThema).
Ansonsten sagst du, dass du bei deinem schnellsten Run aufrechter standest. Okay, das ist grundsätzlich nicht schlecht. Aber es gibt ja auch verschiedene Fahrstile. Ich wähle ja z.B. tendenziell mein Segel in Relation zum Körpergewicht immer recht groß damit ich meinen bevorzugten Stil fahren kann. Wenn mein Segel allerdings für den Wind dann zu klein wird muss ich mich auch immer zwingen aufrechter zu fahren. (Ich hab zu dem Thema letztens noch nen Tipp bekommen, das muss ich aber erstmal testen bevor ich mich darüber auslasse...)
Wenn du aber sagst, dass das bei den anderen Runs nicht so war, dann kann theoretisch ein Überziehen wirklich der Fall sein. War du denn immer voll angeblasen oder hast du manchmal auf richtig starke Böen gehofft?

Die Sache mit dem vorderen Fuss ist aber damit ja grundsätzlich nicht geklärt. Ich würde in jedem Fall auch sagen, dass die Schlaufe Mist war, denn dass der Fuss soweit nach oben kommt, dass du den Brettkontakt verlierst geht ja mal gar nicht. Aber abgesehen davon kann es natürlich auch an der Position der Schlaufen liegen. Wenn ich so die Daten von dem Falcon Speed und deinem 44er vergleiche glaube ich irgendwie im ersten Moment nicht, dass der Stance zu weit war. Vor allem nicht, wenn man bedenkt, dass der Kurs wohl kaum mehr als 120° hatte. Das müsste mit dem Abstand der Schlaufen auf jeden Fall gehen. Was ich mir allerdings vorstellen könnte wäre, dass die vordere Schlaufe etwas zu sehr in der Mitte ist. Das könnte zu einer etwas unangenehmen Positionierung des Fusses führen. Das ist aber schwer zu beurteilen und Messvergleiche machen da eigentlich keinen Sinn. Vielleicht kannst du mal eine Nahaufnahme von den vorderen Schlaufen machen...

Mal angenommen du packst die Schlaufen nicht insgesamt weiter nach hinten (die Hintere nach vorne halte ich eh nicht für sinnvoll), dann ist die Frage, was du mit der Mastfussposition machst. Also ich bin absolut der Meinung, dass sich 1-3cm Verschiebung nicht so extrem auf die Position des Druckpunkts in Relation zu Stand auswirken. Ich habe das vorhin angesprochen unter der Annahme, dass die ganze Box verschoben wird und es zu Veränderungen von was weis ich, vielleicht 7-8cm kommt...
Bevor ich vielleicht noch was zur Mastfussposition schreibe interssiert mich in jedem Fall jetzt erstmal der Trimm vom Segel ;)

Pat520i
31.08.2010, 18:49
@Neubau

Ich würde gerne noch - basierend auf dem jetzigen Design - einige Dinge ausprobieren. Weil man nicht weiß, wie das ausgehen wird, ist es gut, wenn man etwas Bewährtes als Backup hat.

Bleiben wird auf jeden Fall die durchgescoopte Rockerline und das V. Ändern soll sich die Outline, die im Tail spitzer zuläuft deutlich weniger Fläche hat und auch in der Bugpartie schmaler sein könnte. Die Abrisskante am Tail soll steiler werden. Sie ist beim alten Brett einfach zu wavig geraten. Die Finbox wird auch noch nach hinten wandern. Meine Idee wäre ein Hump oder besser noch ein verstellbares 3D-Pad, das speziell dem vorderen Fuß mehr Halt auf raumen Kursen gibt, ohne Halbwind groß zu stören.

Dann gibts ja noch eine weitere Frage, die ich mir stelle, nämlich die Frage nach dem idealen Speedboard für ein 6.3er Segel? Gibts das überhaupt oder ist ein Brett der 45cm Klasse sogar das Optimum für eine Range von 5,5 bis 7,0?

Das mit der Bug- und Heckpartie klingt für mich sehr gut. So richtig aufgegangen ist mit das erst vor kurzem, aber das scheint mir eine sehr sinnvolle Änderung zu sein!

Naja und zu der Range von Speedboards, was soll man dazu sagen? 6.2/6.3er werden auf allen XS Boards gefahren. Von MissileXS über JP Speed45 und Falcon Minispeed (Custom) bis hin zu CarbonArt Speed44...Insofern kann man wohl auf jeden Fall sagen, dass die 45cm Boards optimal von 5.5 bis 6.3 sind. Bei den 7.0er sieht das was anders aus. Da weis ich auf Anhieb nur vom CarbonArt Speed 44, dass das Board dieses Segel wirklich gut verträgt.

Fredstyles
31.08.2010, 19:12
Ha, gut, dass Du das Segel ansprichst. Nachdem ich Böen bis zu 43Knoten gemessen hatte, hab ich tatsächlich mehr Schothornspannung gegeben. Ich hatte das Segel vom Gefühl anders in Erinnerung und habs auf den Wind geschoben. Vielen Dank für den wertvollen Tip!

Die gefahrenen Geschwindigkeiten waren unmittelbar windabhängig. Die guten Runs konnte man als Zuschauer sofort erkennen und wir haben den Zusatzschub der Böen auf dem Wasser gemerkt. Leider reichten die dunklen Wolken nicht für 5 Runs. Mein aufrechter Stand resultierte wohl aus einem kurzfristigen Winddreher, mit dem die Böe einfiel. Ich bin normal auf HW angefahren, dann kam die Böe schräg von hinten. Ich konnte dann schön dicht an der Kante auf glattem Wasser einen relativ tiefen Kurs fahren.

Warum nicht die hintere Schlaufe weiter nach vorn? Sie sitzt derzeit wirklich sehr weit hinten. Eine solche Position kenn ich sonst nur von den Falcons, hab bei anderen Speedboards aber ehrlich gesagt auch noch nicht drauf geachtet.

Das mit dem Segeltrimm könnte evtl. schon die Lösung meines Gesamtproblems sein, aber jetzt bin ich auf Deinen Geheimtipp gespannt. Vielleicht kannst Du auch noch was zu Tampen und Gabelhöhe sagen?

Pat520i
31.08.2010, 19:32
Hehe, ich würde fast wetten, dass das Fahrgefühl das Resultat des Segeltrimms und nicht des Winds war :)

Gerade wenn du sagst die guten Runs konnte man direkt erkennen und waren allesamt windabhängig, dann halte ich es für durchaus realistisch, dass du das Segel ansonsten gerne mal überzogen hast.
Wie gesagt, in Kombination mit meinem Fahrstil versuche ich sowas durch die Wahl eines großen Segels zu vermeiden, wobei was soll man bei 43Knoten aufriggen, wenn nicht das Kleinste...Ich mache es bei Lowwind z.B. so, dass ich die Trapeztampen minimal nach vorne verschiebe (witzigerweise wie Albeau in der letzten Surf beschrieben hat) um so besser mit den Böen mitgehen zu können ohne zu Überziehen. Genauso wähle ich bei Lowwind kürzere Tampen, allerdings gehe ich nie unter 28"...
Ka, grundsätzlich hat das jetzt nicht soviel mit den Bedingungen zu tun die du hattest. Allerdings tendiere ich mittlerweile dazu, auch bei viel Wind das Segel sehr bauchig zu trimmen. Auf Flachwasser finde ich geht das ganz gut, lediglich im Chop habe ich teilweise Probleme mit zu viel Lift...

Warum nicht die hinterste Schlaufe nach vorne. Ka. Ich mag es persönlich halt sehr gerne die Schlaufen weit hinten zu haben. Bei beiden Mantas habe ich sie ganz hinten. Ich käme einfach nicht auf die Idee die hintere Schlaufe weiter nach vorne zu tun, ein wirkliches Argument habe ich nicht :(

Gabelbaumposition kann ich nicht viel zu sagen. Ich hatte die Gabel lange Zeit zu tief, bin dann weiter nach oben gegangen und hab jetzt irgendwie nen Sweetspot von vielleicht 2-3cm. Woran ich das festmache weis ich gar nicht. Mich nervt aber alles was nicht in diesem Bereich liegt, egal ob nach unten oder nach oben. Allerdings ist es mir genauso fast piepe wo sich die Gabel in dem angesprochenen Bereich befindet. Ich hab z.B. auch krasse Probleme damit die Gabel bei Hack runterzubauen. Das Gefühl ist dann super mies, daher versuche ich das wenn irgend möglich zu vermeiden.

Geheimtipp hin oder her, ich weis noch gar nicht so recht wie ich das umsetzen soll. Hans Kreisel musste mir das auch erstmal 3mal vormachen bis ich gerafft hab was er meinte...